Feuerbrand: Derzeit keine akute Gefahr

Steirische Landwirtschaftskammer beruhigt die Konsumenten: Heimische Äpfel können mit gutem Gewissen gegessen werden.
Die derzeitige Diskussion um den Feuerbrand ist eine Phantom-Debatte und wird von unbegründeten Ängsten getragen. Sie ist losgelöst von Fakten und wissenschaftlichen Grundlagen, stellt die steirische Landwirtschaftskammer klar. Tatsachen sind:

Zu kühl
Derzeit besteht bis zum Wochenende aufgrund der kühlen Witterung keine Feuerbrandgefahr.

Einsatz nur im Notfall. Mittel baut sich rasch ab
Außerdem erfolgt ein eventueller Einsatz der von der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) genehmigten streptomycin-hältigen Pflanzenschutzmittel im äußersten Notfall nur zur Blütezeit – wenn die Witterungsbedingungen passen (15,7 Grad Durschnitts-Temperatur von Tag und Nacht sowie Feuchtigkeit) – unter strengsten Auflagen und Kontrollen. Weiters baut sich dieses streptomycin-hältige Mittel innerhalb kurzer Zeit vollkommen ab.

Konsumenten können mit gutem Gewissen in Äpfel beißen
Daher ist gibt keinen naturwissenschaftlich begründbaren Zusammenhang zwischen einem eventuellen Einsatz während der Blüte und der erntereifen Früchte. Das heißt, die Konsumenten können mit gutem Gewissen in heimische Äpfel beißen, weil die Frucht nie mit diesem Mittel in Berührung kommt und das Pflanzenschutzmittel vollkommen abgebaut ist. Das beweisen auch zahlreiche Studien.

Keine Alternative
Zum streptomycin-hältigen Mittel gibt es keine Alternative. Der gesamte steirische Obstbau ist von dieser Pflanzenseuche bedroht, sie könnte im äußersten Fall diesen Wirtschaftszweig mit 230 Millionen Euro Wertschöpfung ruinieren.

Die steirische Landwirtschaftskammer und die Vertreter der Obstbauern führen mit dem Handel weitere Gespräche um deren Vertreter zu überzeugen, dass steirische Äpfel mit gutem Gewissen gegessen werden können.




Autor:
Aktualisiert am: 18.04.2008 10:18
Landwirt.com Händler Landwirt.com User