Feuchte Mauern fachgerecht trockenlegen

Die Ursachen für feuchtes Mauerwerk können vielfältig sein. Je nach Ursache, sind auch die Maßnahmen, die zu ergreifen sind, unterschiedlich.
Feuchtigkeit im Mauerwerk ist schon seit Generationen ein Problem; neue Verfahren scheinen das Wasser verbannen zu können.
Feuchtigkeit im Mauerwerk ist schon seit Generationen ein Problem; neue Verfahren scheinen das Wasser verbannen zu können.
Ein weiteres Problemfeld ist die nachträgliche Betonabdichtung und Betonsanierung. Gerade in der Landwirtschaft finden sich besonders stark beanspruchte Betonbauteile wie Gülleschächte und –gruben, Fahrsilos, Stallböden, etc. Diese Betonflächen sind chemischen und mechanischen Belastungen ausgesetzt, die nach etlichen Jahren eine Sanierung notwendig machen. Undichte Arbeitsfugen zwischen Bodenplatte und aufgehender Wand durch fehlerhaft eingebaute Fugenbänder oder Quellfugenbänder, die nicht richtig funktionieren, sind oft ein großes Problem.
Bei der Oberflächensanierung und Reprofilierung kommt man noch ganz gut mit den Baustoffen der bekannten Bauchemiefirmen zurecht, wenn der Beton trocken ist. Anders sieht es bei der nachträglichen Betonabdichtung bei drückendem Wasser aus, oder wenn nur wenige Tage Zeit bleiben, zB eine Güllegrube zu sanieren. Hier erweisen sich die Abdichtprodukte auf Kunstharzbasis selbst namhafter Hersteller als nicht oder nur bedingt geeignet, da es kaum zu schaffen ist, den Beton auch im Kern trocken zu bringen.

Neues Verfahren: Penetrose
Den Ausweg aus diesem Dilemma bietet das Abdichtungssystem auf Kristallisationsbasis namens PENETRON des amerikanischen Herstellers ICS, das seit ca. 2 Jahren auch in Österreich eingesetzt wird. Ein auf dem gleichen Prinzip beruhendes System ist das Produkt XYPEX eines Mitbewerbers.
Diese Produkte bestehen aus Zement und einigen chemischen Additiven, die bewirken, dass bei Vorhandensein von Zement, Kalk und Wasser in den Kapillaren des Betons die Bildung wasserunlöslicher Kristalle beginnt, die so lange fortschreitet, so lange Feuchtigkeit vorhanden ist. Sie brauchen zur Verarbeitung einen wassergesättigten Untergrund, damit die Chemikalien rasch ins Innere des Betons gelangen können.
Penetron wird als Schlämme mit der Malerbürste oder mit einem Roller in zwei Arbeitsgängen auf den gereinigten, offenporigen und gut angefeuchteten Beton aufgetragen. Die Kristallbildung setzt unmittelbar darauf ein und erreicht in 56 Tagen eine Tiefe von 31 cm.
Die Abdichtung ist druckwasserdicht bis 16 bar (ca. 160 m Wassersäule), permanent chemisch beständig von PH 3 – 12, mineralölbeständig, giftklassefrei (auch für Trinkwasseranlagen geeignet), kann nicht ablösen oder von Wasser hinterwandert werden, braucht keinen Schutz vor mechanischer Beschädigung, da Penetron zu einem integralen Bestandteil des Betons wird.
Weitere Vorteile sind die Dampfdiffusionsfähigkeit dieser Abdichtung und die Erhöhung der Druckfestigkeit sowie die größere Verschleißfestigkeit. Der Karbonatisierung des Betons (Reaktion mit dem Kohlendioxid der Luft) wird entgegengewirkt und somit ein Rosten der Bewehrung vermieden.


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Aktualisiert am: 08.05.2003 13:50

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