Festliegenden Kühen auf die Beine helfen

Kühe, die festliegen, sind schwerkrank. Sie müssen entsprechend umsorgt und behandelt werden. Durchdachte Vorbeugemaßnahmen können viel Zeit und Geld sparen.
Als Festliege-Prophylaxe hat sich eine orale Kalziumgabe vor und direkt nach dem Abkalben bewährt (Foto: Swissgenetics).
Als Festliege-Prophylaxe hat sich eine orale Kalziumgabe vor und direkt nach dem Abkalben bewährt (Foto: Swissgenetics).
Nach wie vor häufigste Ursache für das Festliegen ist Kalziummangel. Doch es gibt noch andere Gründe, warum Kühe nicht mehr stehen können. Manche sind Folgen eines ursprünglichen Kalziummangels. Je älter die Kuh ist, umso wahrscheinlicher liegt sie wegen eines Kalziummangels fest. Bei Erstmelkenden ist Kalziummangel quasi nie die Ursache. Obwohl die Wissenschaft heute eher dazu tendiert, dass Kühe nur selten direkt wegen eines fütterungsbedingten Phosphormangels festliegen, kommt es doch häufig zu Phosphormangelsituationen, weil dies durch die eingeschränkte Darmfunktion nicht mehr resorbiert wird.

Sofortmaßnahmen
Die erste wichtige Maßnahme, wenn eine Kuh zum Festliegen kommt, ist ihre Lagerung auf trockenem, weichem, rutschfestem und griffigem Untergrund. Bewährt hat sich dabei das Strohbett. Eine hohe Rutschfestigkeit erhält man, wenn das Strohbett auf einer Schicht Sand aufgestreut wird. Liegt eine Kuh über sechs Stunden auf einem Betonboden und kann sich nicht drehen, hat sie wegen ihres hohen Eigengewichts bereits Druckschäden an Muskeln und Nerven. Daher sind Kühe, die über Nacht zum Festliegen gekommen sind und erst morgens gefunden werden, immer heikel. Für Aufstehversuche ist eine ausreichende Bewegungsfreiheit vor allem im Kopfbereich wichtig. Ängstliche Kühe brechen die Versuche sonst schnell ab.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der Ausgabe 2/2013 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Autorin: Dr. med. vet. Jutta BERGER, Swissgenetics (CH)

Aktualisiert am: 06.01.2013 14:09
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