Ferkelschutzkorb: Tierschützer blockieren LK NÖ

Gestern um 8 Uhr früh blockierten Mitglieder des VGT den Eingang der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.
Gestern blockierten Aktivisten des VGT den Eingang der Landwirtschaftskammer Niederösterreich (Fotoquelle: VGT)
Gestern blockierten Aktivisten des VGT den Eingang der Landwirtschaftskammer Niederösterreich (Fotoquelle: VGT)
Der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) DDr. Martin Balluch forderte bei der Blockade im Hinblick auf die Ministergespräche: "Keine Einigung zu Schweine-Kastenständen ohne den Tierschutz". Die Tierschützer protestieren offenbar gegen die sich abzeichnende Einigung in der Kastenstanddebatte. Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich und Gesundheitsminister Alois Stöger haben nämlich vorige Woche die Verhandlungen nach langem Stillstand wieder aufgenommen. "Es war ein sehr konstruktives Gespräch und in vielen Bereichen gibt es positive Fortschritte", so Berlakovich. Eine Einigung wird noch dieses Jahr erwartet.

Präsident Schultes: Konsumenten und Bauern brauchen Lösungen und keinen Aktionismus

Der Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Hermann Schultes, stellte in einer Aussendung zur gestrigen "Blockade" der Landwirtschaftskammer durch den Verein gegen Tierfabriken (VGT) fest: "Österreichische Konsumenten brauchen keinen Aktionismus, sondern eine ordentliche Lösung für die Sicherung einer österreichischen Produktion. Die Verhandlungen zwischen Landwirtschafts- und Gesundheitsminister laufen derzeit. Uns geht es darum Qualität, Lebensmittelsicherheit und den Schutz von Tieren und Menschen weiterhin zu gewährleisten. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind Tierschützer und Tierpfleger der ersten Stunde, das wird auch in Zukunft so bleiben."

"Der VGT pocht auf Tierschutz. Jedoch wird hier nicht auf Augenhöhe diskutiert. Ein gewaltsames Eindringen in das Haus der Landwirtschaft, Aktivismus der weder genehmigt noch angemeldet ist, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch nehmen den Akteuren des VGT jede Legitimation als Diskussionspartner", stellte Schultes weiters fest.

Dies führe nur dazu, dass eine Einigung erschwert wird. Das könne nicht im Sinne der österreichischen Bevölkerung liegen. Der Schutz der Tiere werde in der Landwirtschaftskammer sehr intensiv diskutiert und alle Fraktionen stünden zu dem Ziel, eine qualitätsvolle Versorgung mit Fleisch aus Österreich mit entsprechenden Produktionsstandards für die Landwirte sicherzustellen. "Wir wollen, dass österreichische Konsumenten auch in Zukunft österreichisches Schweinefleisch mit österreichischem Stammbaum genießen können, und nicht auf importiertes Fleisch zurückgreifen müssen. Wer importiert, importiert auch Risiko", so Schultes abschließend (Quelle: AIZ).

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Aktualisiert am: 30.11.2011 07:12
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