Ferkelschutzkorb: Diskussion ist endgültig beendet

Der Ferkelschutzkorb bleibt erhalten. Die Minister haben sich geeinigt, die nunmehr ein Jahr andauernde Rechtsunsicherheit ist somit beendet. Die Landwirte können aufatmen.
Der Ferkelschutkorb bleibt erhalten.
Der Ferkelschutkorb bleibt erhalten.
„Nach schwierigen Marathonverhandlungen haben wir eine gemeinsame Lösung im Sinne einer fortschrittlichen Tierhaltung und der heimischen, bäuerlichen Qualitätsproduktion erzielt. Wir, die Landwirtschaft, haben durchgesetzt, dass ein gänzliches Verbot des Ferkelschutzkorbes und somit vollkommen überzogene Forderungen einseitiger Gruppen vom Tisch kommen. Dieser Korb bedeutet die Rettung von 500.000 Ferkeln vor dem Erdrücktwerden durch die Muttersauen, den Schutz der LandwirtInnen bei der Arbeit und die Bewahrung von tausenden bäuerlichen Betrieben. Diese hätten ansonsten aus der Produktion aussteigen müssen, da es derzeit noch keine praktikablen alternativen Aufstallungssysteme gibt“, betonte Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich heute bei einem Pressegespräch in Wien zur mit Gesundheitsminister Alois Stöger erzielten Einigung in der wichtigen Frage der Zuchtsauenhaltung.

„Mit dieser Lösung haben wir sichergestellt, dass es auch weiterhin eine ausreichende Versorgung mit heimischem Qualitätsfleisch geben wird. Ein Aus des Ferkelschutzkorbes hätte den Ruin der Zuchtsauenhaltung und damit einen massiven Anstieg der Importe aus anderen Ländern mit oftmals riesigen Produktionseinheiten bedeutet. Die Vernichtung der heimischen Schweinebranche, die mit Sicherheit zur Einfuhr von Tierleid geführt hätte, können wir somit erfolgreich verhindern. Unser Schnitzel muss österreichisch bleiben“, so der Landwirtschaftsminister, der gleichzeitig aber auch die Verbesserung der Tierschutz-Situation für unsere Nutztiere hervorhob. So wird die Zeitspanne, in der sich die Sauen frei bewegen können, von rund 205 Tagen auf 265 pro Jahr verlängert.

„Tierschutz und Landwirtschaft gehen einmal mehr Hand in Hand. Jeder Bauer weiß, dass nur derjenige die entsprechende Leistung erhält, der sein Tier gut behandelt. Unsere Bäuerinnen und Bauern sind mit Sicherheit keine Tierquäler. Wir, die Landwirtschaft, bekennen uns zu einer Weiterentwicklung mit Augenmaß“, so Berlakovich, der auch positiv hervorhob, dass bis 2017 intensiv an neuen Aufstallungssystemen – unter Einbeziehung der Wirtschaftlichkeit – gearbeitet werden soll.


Aktualisiert am: 21.12.2011 18:55
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