Ferkelproduzenten halten mit den Mästern nicht Schritt

Deutschland hat bei den Mast- und Schlachtkapazitäten stark zugelegt. Mit dieser Entwicklung konnten die Ferkelerzeuger nicht Schritt halten, so dass die steigende Nachfrage nach großen Ferkelpartien zunehmend durch Importe aus den Niederlanden und aus Dänemark gedeckt werden muss.
Angesichts einer kontinuierlichen Expansion der Schweinefleischerzeugung hat sich Deutschland in den letzten Jahren zum Nettoexporteur entwickelt. Mit dem Ausbau der Mast- und Schlachtkapazitäten kann die deutsche Sauenhaltung allerdings nicht Schritt halten, so dass die steigende Nachfrage nach großen Ferkelpartien zunehmend durch Importe aus den Niederlanden und aus Dänemark gedeckt werden muss.

Unbefriedigende Gewinnsituation in der Ferkelproduktion

Zu dieser Entwicklung hat nicht zuletzt die unbefriedigende Gewinnsituation der spezialisierten Ferkelerzeugung beigetragen. Investitionswillige Sauenhalter suchen daher nach einer verbesserten Absicherung. Eine Möglichkeit besteht in der Aufstockung in großen Schritten, um Zuschläge für attraktive Ferkelpartien erzielen zu können. Auch vertragliche Liefer- und Abnahmevereinbarungen oder Kooperationen zwischen Ferkelerzeugern und Mästern können eine Lösung darstellen. Darüber hinaus bietet die Angliederung einer eigenen Mast die Möglichkeit, zusätzliche Gewinnmargen zu nutzen.

Investitionen müssen sorgsam geprüft werden

Ein Patentrezept oder eine Standardempfehlung gibt es nach Aussage des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion (ZDS) nicht. Allerdings müssen künftige Investitionsmaßnahmen sorgsamer denn je geprüft und abgewogen werden, damit sie sich nicht zu einer Fehlentscheidung entwickeln. (Quelle: ZDS)


Autor:
Aktualisiert am: 14.05.2009 07:15
Landwirt.com Händler Landwirt.com User