Ferkelproduktion: Sind Spitzenleistungen mit österreichischer Genetik möglich?

Erfolgreiche Schweineproduktion setzt fruchtbare Sauen voraus. Wie sich die heimische Genetik in den letzten Jahren entwickelt hat und welche Leistungen in der Praxis erzielbar sind, erklärt folgender Beitrag.
Spitzenbetriebe setzen bereits 27 Ferkel je Sau und Jahr ab.
Spitzenbetriebe setzen bereits 27 Ferkel je Sau und Jahr ab.
Die Wirtschaftlichkeit in der Ferkelproduktion hängt wesentlich von der Anzahl der verkauften Ferkel ab. Die Ferkelleistung wiederum wird zwar überwiegend durch das Management beeinflusst, aber auch von der entsprechenden Genetik. In letzter Zeit wurden sehr viele Versuche mit chinesischen Blutanteilen unternommen. Ziel war eine Erhöhung der Aufzuchtsleistung. Allerdings wurde damit nicht immer der gewünschte Erfolg erreicht.

Die Genetik gibt’s her
Interessant für die Genetik ist die Leistung der besten Betriebe, denn diese „reizen“ die Genetik voll aus. Der jährliche Vergleich der Schweineberatung Steiermark und die Auszeichnung der 30 besten Betriebe ist immer wieder ein Highlight. Äußerst beachtlich ist die Durchschnittsleistung dieser Betriebe. Besonders erwähnenswert ist, dass die Top 3 Betriebe bereits über 27 Ferkel je Sau und Jahr absetzen.
Die Genetik gibt’s also her. Bei einer Remmontierungsrate von 43 % kann man deutlich erkennen, wie stabil die heimische Genetik ist und dass Spitzenleistungen eine hohe Nutzungsdauer nicht ausschließen.



Fazit
Es ist also möglich, auch mit heimischer Genetik Spitzenleistungen zu erzielen und sehr erfolgreich am Markt zu sein. Durch die Zucht auf Fruchtbarkeit und Mast- und Schlachtleistung sind die Mastendprodukte sehr homogen. Auch die Fleischqualität ist durch die Stresssanierung beim Pietrain wesentlich gestiegen und dies erfreut die heimischen Schlachthöfe bzw. Konsumenten.

Autor: DI Raimund TSCHIGGERL, Schweinezucht Steiermark


Aktualisiert am: 20.12.2007 16:33
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