Ferkelproduktion: Schürfwunden der Saugferkel reduzieren

Durch die Ruderbewegungen der Ferkel am Gesäuge können vor allem in der ersten Lebenswoche hochgradige Schürfwunden entstehen und zu verringerten Absetzgewichten führen.
Einflussfaktoren: Milchleistung, Stallfußboden und Standbereich der Sau

Sauen und Ferkel haben unterschiedliche Ansprüche an die Fußbodengestaltung
Sauen und Ferkel haben unterschiedliche Ansprüche an die Fußbodengestaltung
Die Ursache wurde bisher im zu geringen Milchangebot der Sauen und der Fußbodengestaltung im Aufenthaltsbereich der Ferkel gesehen. Auswertungen des LfULG (Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie - D) zeigen jetzt, dass auch ein erheblicher Einfluss vom Standbereich der Sauen ausgeht. Darüber hinaus hängen Verletzungen der Karpalgelenke sowie der eigenen Zitzen auch von der Vitalität und Kraft der Ferkel ab und sind nicht nur Ausdruck zu geringer Milchversorgung.

Abferkelbuchten müssen stand- und verletzungssicher sein

Ein hoher Perforationsgrad des Fußbodens (durchgängig 40 %) wirkte sich tendenziell negativ auf die Unversehrtheit der Sauengesäuge aus, verringerte aber bei den Ferkeln Schürfwunden an Karpalgelenken und Zitzen. Fußbodenelemente aus Kunststoff führten besonders in der praktisch weit verbreiteten Kombinationsvariante (vorn 10 % und 40 % Perforation im hinteren Bereich) zu einer signifikant höheren Frequenz an Schürfwunden gegenüber
Rosten aus gut verarbeitetem Gusseisen. Ein möglicher Vorteil von Gusseisenrosten kommt vor allem bei der geraden und weniger bei der diagonalen Aufstallung zum Tragen. Nicht nur die Sauen, sondern auch die Ferkel brauchen Standsicherheit. Auf den Standbereich der Sauen bezogen muss der Boden hinten mehr Standsicherheit als vorn bieten. Im Gesäugebereich sollte er für die Ferkel außen stärker perforiert sein als innen.

Auf dem Weg zur optimalen Abferkelbucht muss der beste Kompromiss gefunden werden. Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchungen finden Sie unter folgendem Link: Schürfwunden der Saugferkel reduzieren!

(Quelle: Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)


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Aktualisiert am: 30.08.2010 21:27
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