Ferkelkastration nur mehr nach Schmerzbehandlung

Der weitaus größte Teil der männlichen Ferkel wird in Österreich ab 1. Jänner 2011 nur mehr nach Einsatz eines Schmerzmittels kastriert werden.
Drei Voraussetzungen

Damit ein Bauer oder eine Bäuerin ein Schmerzmittel vor dem Kastrieren von Ferkeln einsetzen darf, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
• Es muss ein aufrechtes TGD-Verhältnis vorliegen.
• Es muss ein Kurs zum Thema absolviert worden sein.
• Landwirt und Tierarzt müssen einen Behandlungsplan erstellt haben.

Branchenvereinbarung zwischen Landwirtschaft und Fleischwirtschaft

Grundlage dafür ist nicht eine gesetzliche Vorschrift, sondern eine Branchenvereinbarung zwischen Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmittelhandel berichtet die bauernzeitung.at in der Onlineausgabe. Die Vorbereitungen laufen zurzeit auf Hochtouren. Die Branchenvereinbarung gilt ab 1. Jänner 2011.

Tierschutz: VÖS-Organisationen nehmen Schmerzbehandlung in Richtlinienkatalog auf

Die Erzeugerorganisationen des Verbands Österreichischer Schweinebauern (VÖS), wie zum Beispiel Gut Streitdorf (NÖ), Styriabrid (Stmk.) oder Verband landwirtschaftlicher Veredelungsproduzenten (OÖ), haben die Verpflichtung zur Schmerzmittelbehandlung bei der Kastration in ihre Produktionsbestimmungen aufgenommen. Rund 90 Prozent der in Österreich gehandelten Ferkel stammen aus diesen Erzeugerorganisationen. Auch wenn keine gesetzliche Verpflichtung besteht, bekennt sich der VÖS im Sinn des Tierschutzes zu dieser Maßnahme, stellt Obmannstellvertreter Josef Hieger klar.

Den gesamten Artikel über die Schmerzbehandlung bei der Ferkelkastration finden Sie unter folgendem Link: Ferkelkastration nur mehr nach Schmerzbehandlung (Quelle: bauernzeitung.at)


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Aktualisiert am: 29.11.2010 22:20
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