Ferkelfutter optimieren!

"Von frohwüchsigen, vitalen Ferkeln ist in der Regel dann auszugehen, wenn die Tiere in weniger als 70 Lebenstagen ein Gewicht von mind. 27 kg Lebendmasse erreicht haben", bringt es Dr. Gerhard Stalljohann auf den Punkt.
Eine gezielte Nähr-, Mineral- und Wirkstoffversorgung trägt entscheidend zur Absicherung einer erfolgreichen Ferkelaufzucht bei! Dieses verdeutlichen die vielen praktischen Erfahrungen und die unterschiedlichen Versuchsergebnisse zur Ferkelfütterung weltweit. Welche Kriterien sind es aber nun, die bei der Optimierung und Verfütterung von Ferkelaufzuchtmischungen die auf jeden Fall Berücksichtigung finden sollten, um die Leistungsbereitschaft und Vitalität von Ferkeln zu fördern?

Ziele in der Ferkelaufzucht und Kenngrößen zur Futteroptimierung

Betriebsindividuelle Fütterungsstrategien haben konkrete Zielsetzungen zur Basis. Dabei ist das grundsätzliche Ziel der Ferkelaufzucht eigentlich auf eine vergleichsweise einfache Formel zu bringen. An erster Stelle steht nämlich die Forderung nach einheitlichen, frohwüchsigen und vitalen Tieren, die eine erfolgreiche und problemarme Aufzucht und Mast ermöglichen. Um dieses konkreter beschreiben bzw. besser in Fakten fassen zu können, wird immer wieder folgende Faustregel genannt:

"Von frohwüchsigen, vitalen Ferkeln ist in der Regel dann auszugehen, wenn die Tiere in weniger als 70 Lebenstagen ein Gewicht von mind. 27 kg Lebendmasse erreicht haben."

Für den Ferkelzüchter sind daneben natürlich gleichbleibend gute Zunahmen in aufeinanderfolgenden Durchgängen genauso bedeutend, um die vorhandenen Stallplatzkapazitäten optimal nutzen zu können. Ein gleichbleibendes, wenig schwankendes Zunahmeniveau von ~450 g Tageszunahmen, im Gewichtsbereich von 7 - 27 kg, ist deshalb eine weitere Forderung. Zumal die Erfahrungen zeigen, dass extrem hohe Zunahmen in dem genannten Gewichtsabschnitt von über 550 g je Tag, nicht immer gleichzeitig einen Vorteil für die sich anschließende Mast bedeuten müssen. Die Wachstumsintensitäten verschieben sich nämlich oftmals nur von der einen zur anderen Phase. Nach hohen Zunahmen in der Ferkelaufzucht kann also durchaus eine sehr verhaltene Anfangsmast folgen. Vielfach hängt dieses auch mit zu krassen Futterwechseln zusammen. Futterverschneidungsphasen sollten demzufolge standardmäßig durchgeführt werden.

Unter dem unten angeführten Link können Sie den ganzen Artikel von Dr. Gerhard Stalljohann und Sybille Patzelt (LK Nordrhein Westfalen) mit vielen weiteren Informationen zum Thema Ferkelfütterung nachlesen: Ferkelfutter optimieren!


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Aktualisiert am: 04.04.2010 10:30
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