Feinstaub: Heizkesseltausch forcieren

Landwirtschaftskammer Steiermark: Alte Festbrennstoffheizungen durch moderne Holzheizungen ersetzen.
„Im Zuge der Feinstaubdebatte wird immer wieder verschwiegen, dass alte Allesbrenner und moderne Holzheizungen im Emissionsverhalten miteinander nicht vergleichbar sind“, kritisiert Landwirtschaftskammerdirektor Dipl.-Ing. Winfried Eberl. Er unterstreicht: „Moderne Holzfeuerungen wie beispielsweise Hackschnitzel- und Pelletsheizungen emittieren sogar weniger als ein Zehntel an Feinstaub als alte Festbrennstoffheizungen.“ Eberl verlangt daher einen beschleunigten Heizkesseltausch, also einen forcierten Umstieg von alten Allesbrennern auf moderne Holzheizungen. „Als Anreiz dafür muss der Umstieg verstärkt gefördert werden“, verlangt Eberl.

„Moderne Holzheizungen sind sehr emissionsarm. Damit können nicht nur die Feinstaubemissionen stark verringert werden, sondern auch CO2-Emissionen eingespart werden“, unterstreicht Eberl.

85.000 Wohnungen umstellen
Auch der Biomasseaktionsplan der EU-Kommission sieht einen verstärkten Umstieg der Wärmeerzeugung auf Holz vor. Bis 2010, so die jüngsten Berechnungen der steirischen Landwirtschaftskammer, sollten in Summe 85.000 Wohnungen in der Steiermark umgestellt werden. Bei 20.000 davon sollten alte Holzfeuerungen durch moderne Holzheizungen ersetzt werden. Weitere 65.000 Wohnungen sollten gemäß des Biomasseaktionsplanes von Öl und Gas auf moderne Holzheizungen und Solaranlagen umgestellt werden.

Zusätzliche heimische Arbeitsplätze
Mit dieser Förderaktion könnten zusätzlich heimische Arbeitsplätze im Anlagenbau geschaffen werden. Zusätzliche Aufträge für Gewerbe und Industrie sowie verbesserte Exportchancen für die heimischen Anlagenbauer sind weitere positive Effekte zur Stärkung der regionalen Wirtschaft, argumentiert Eberl.


Aktualisiert am: 27.11.2006 11:58
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