Farmen in Neuseeland von Erdbeben betroffen

Das schwere Erdbeben, das die neuseeländische Südinsel am Wochenende erschütterte, hat auch die Landwirtschaft getroffen.
Trotz teilweiser Unterbrechungen der Stromversorgung wird auf allen Betrieben gemolken.
Trotz teilweiser Unterbrechungen der Stromversorgung wird auf allen Betrieben gemolken.
Um das Epizentrum in der Nähe der Stadt Christchurch erlitten einige Farmen Schäden an Wohn- und Stallgebäuden, Zäunen, Silos und Bewässerungseinrichtungen. Der neuseeländische Bauernverband (FF) hat eine Notrufnummer eingerichtet und koordiniert Hilfsmaßnahmen. Einige Weiden sind durch die Verschiebung der Erdmassen unsicher geworden. Der Bauernverband berichtet von einer Farm, auf der bis zu 100 m lange Gräben auf den Weideflächen aufgerissen worden sind. Die vertikale Verschiebung beträgt an einigen Bruchstellen 3 m.

Beschädigte Melkstände
Landwirtschaftsminister David Carter besuchte am Sonntag mehrere Agrarbetriebe im Westen der Stadt Christchurch. Nach seinen Angaben wurden Melkstände auf sechs Farmen erheblich beschädigt. Der Bauernverband teilte jedoch mit, trotz der schwierigen Umstände und Unterbrechungen der Stromversorgung werde auf allen Betrieben weiterhin gemolken.

Milcherfassung nicht unterbrochen
Neuseelands größter Milchverarbeiter Fonterra will umgerechnet knapp 560.000 Euro an einen zentralen Hilfsfonds spenden. Außerdem bietet das Unternehmen seinen Erzeugern praktische Unterstützung bei der Beseitigung von Schäden und Stromgeneratoren an. Die Milcherfassung wurde nicht unterbrochen. Nur an einem Fonterra-Werk entstand ein geringfügiger Sachschaden. Die Regierung schätzt den gesamten Sachschaden im Land auf rund 1 Mrd. Euro. Etwa 100.000 Häuser und Wohnungen wurden zerstört.


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Aktualisiert am: 06.09.2010 22:06
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