Falb-Meixner: Milchkuhprämie unterstützt Burgenlands Bauern

"Die wirtschaftliche Situation der burgenländischen Milchbauern war in den letzten zwei Jahren durch niedrige Preise und eine unsichere Abnahme äußerst angespannt. Durch eine Milchkuhprämie kann den Betrieben nun geholfen werden", teilte Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner mit.
Landesrat Falb-Meixner erklärte, dass den angeschlagenen burgenländischen Milchbauern durch die Milchkuhprämie nun geholfen werden kann.
Landesrat Falb-Meixner erklärte, dass den angeschlagenen burgenländischen Milchbauern durch die Milchkuhprämie nun geholfen werden kann.
"Die Milchkuhprämie wird entsprechend dem österreichweiten Modell, das ab 2011 im Rahmen der Gemeinsamen Marktordnung angewandt wird, nach der Anzahl der Milchkühe je Betrieb ausbezahlt. Dabei wird allen Milchquotenbetrieben für die ersten zehn Milchkühe eines Betriebes eine höhere Basisprämie je Milchkuh gewährt. Für die nächsten 20 Kühe wird in zwei Schritten eine jeweils geringere Prämie je Stück ausbezahlt", so der Landesrat.

Staffelung der Prämie
"Durch die europaweite Milchkrise und die Einstellung der Milchverarbeitung der MONA in Oberwart mit März 2009 hatten die burgenländischen Bauern erhebliche Verluste zu verzeichnen. Der Preis je kg Rohmilch ist von rund 40 Cent zum Teil bis unter 20 Cent gefallen. Die Rechtsgrundlage für die nunmehrige Prämie ist einerseits die "Regelung zur vorübergehenden Gewährung geringfügiger Beihilfen im Geltungsbereich der Republik Österreich während der Finanz- und Wirtschaftskrise" des Lebensministeriums und andererseits das Landwirtschaftsförderungsgesetz im Burgenland. "Die Staffelung der Prämie je Milchkuh beträgt von der ersten bis zur zehnten ca. 62 Euro, von der elften bis zur 20. rund 40 Euro und von der 21. bis zur 30. Milchkuh 30 Euro. Die maximale Prämie je Betrieb beträgt 1.320 Euro", informiert Falb-Meixner.

118 burgenländische Milchbetriebe derzeit Vollmitglieder der MGN
Durch die Kündigung der Lieferverträge hatten 138 burgenländische Milchbauern im März 2009 keine gesicherte Abnahme und das in einer Zeit sehr geringer Erzeugerpreise. "Durch intensive Verhandlungen, in die auch Landwirtschaftskammer und Lebensministerium eingebunden waren, gelang die Übernahme der Milchlieferung durch die NÖM. Seit Anfang Oktober 2010 sind 118 burgenländische Betriebe Vollmitglieder der Milchgenossenschaft Niederösterreich und damit Partner der zweitgrößten Molkerei Österreichs", berichtet der Landesrat. (AIZ)

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Aktualisiert am: 18.12.2010 15:17
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