Fahrbericht: Hill-Rake ersetzt Handarbeit

Auf den letzten Ausstellungen und Messen zeigte Brielmaier ein neues Anbaugeräte für seinen Motormäher. Wir sind eines der ersten Geräte am Fuße des Großglockners Probe gefahren.
Mit dem Hill-Rake lassen sich große Futtermengen den Hang hinunter rechen.
Mit dem Hill-Rake lassen sich große Futtermengen den Hang hinunter rechen.
Mit der heutigen Motormähertechnik können steilste Hanglagen gemäht werden. Das Problem für viele Bergbauern ist die maschinelle Bergung des Futters.

So funktioniert die Technik
Der Hill-Rake lässt sich derzeit nur an das Schnellwechselsystem des Brielmaier-Motormähers anbauen. Der Antrieb erfolgt wie beim Mähbalken hydraulisch. Zusätzlich benötigt der Hill-Rake einen Stromanschluss, um die Drehrichtung des Rechens zu ändern. Dies ist beim Brielmaier-Mäher über den optional erhältlichen Arbeitscheinwerfer möglich. Bei der älteren 13 PS-Maschine ist eine Nachrüstung der Stromversorgung möglich. Der Hill-Rake ist quasi als Räumschild – ähnlich einem Schneepflug – geformt. Damit lassen sich große Futtermengen den Berg hinunter schieben. Damit das Futter sicher von der Grasnarbe getrennt wird kommen zusätzlich Zinken zum Einsatz. 25 umlaufende, Doppelzinken sorgen für eine verlustarme Futterernte. Die Zinken sind ungesteuert, das Futter wird durch einen Abstreifer vom Zinken abgenommen. Durch einen speziellen Knick sind die Zinken in beide Richtungen belastbar. Die Arbeitsweise bzw. Arbeitstiefe lässt sich mit der Tiefenführungsschiene und mit dem Neigungswinkel des Hill-Rake einstellen. Der Hill-Rake ist 189 kg schwer, 2,78 m breit und hat eine Räumbreite von etwa 2,20 m.

Vorteile des Hill-Rake
Der Hill-Rake vereint den herkömmlichen Bandrechen und Heuschieber in einer Maschine. Er kann zetten, wenden und schwaden bis zur Mähgrenze. Es können wesentlich größere Futtermengen den Hang hinunter gerecht werden, als dies zB mit einem Bandrechwenden möglich ist. Je steiler der Hang, desto leichter fließt das Futter hangabwärts weg, desto größere Futtermengen lassen sich talwärts bewegen. Dabei kommt es auch zu keinem „Überwerfen“ des Futters, wie dies beim Bandrechwenden bei größeren Futtermengen oft der Fall ist.
Ein Hauptvorteil für den Anwender ist, dass mit dem Hill-Rake immer vorwärts gefahren wird. Das Vorwärtsfahren hat viele Vorteile: Man fährt immer auf geräumten Boden, dadurch ist die Bodenhaftung am Hang besser. Der Bediener hat ständig beide Hände am Lenkholm des Gerätes und ist weniger unfallgefährdet als beim Rückwärtsgehen mit einem Bandrechwenden. Unsere Spezialisten vom Landwirt-Testteam waren vom Bedienkomfort und der Arbeitsqualität dieses Gespanns begeistert. Um in allen Steillagen und Futterverhältnissen eine optimale Arbeitqualität erzielen zu können, sollte das Brielmaier-Grundgerät mit einer Mengenregelung für den hydraulischen Antrieb des Hill-Rake ausgestattet sein. Diese ist optional erhältlich.
Dieses Brielmaier-Gespann hat einen tiefen Schwerpunkt, ist kurz gebaut und hat einen Großteil des Eigengewichtes auf der Achse.

Landwirt-Tipp
Weitere Bilder sowie ein kurzes Einsatzvideo von dieser neuen Rechtechnik von Brielmaier finden Sie unter www.landwirt.com/landtechnik

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 14.03.2010 18:05
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