FIH: Generalversammlung mit Rückenwind

Dass bei diesem Wetterbericht so viele Mitglieder und Gäste zur diesjährigen Generalversammlung des FIH nach Ried kamen, ist keine Selbstverständlichkeit. Es zeigt, dass die Mitglieder auch in stürmischen Zeiten zu ihrer Organisation stehen. Bei der Eliteversteigerung wurden noch nie da gewesene Höchstpreise erzielt.
Das attraktive Zusatzprogramm mit Nachzuchtpräsentationen und Eliteversteigerung zog viele Fachbesucher aus dem In- und Ausland an.
Der Morbo-Sohn Mephisto erzielte den Höchstpreis für Österreich von 19.200 €
Der Morbo-Sohn Mephisto erzielte den Höchstpreis für Österreich von 19.200 €
Angeführt wurde die Gruppe der Ehrengäste von Nationalrat Karl Freund, Kammerpräsident ÖR Hannes Herndl, Vizepräsident Franz Reisecker, Kammerdirektor Fritz Pernkopf und LAbg. Johann Hingsamer Das Fachreferat hielt Herr DI Rainer Schröpel, Leiter des landwirtschaftl. Versuchszentrums in Kempten (D), zum Thema „Im Grünland jetzt intensivieren ?“.

Investitionsprogramm vor Abschlus

Obmann Hosner ging in seinem Bericht auf die Höhepunkte und die Investitionen im letzten Geschäftsjahr ein. Mit dem gemeinsamen Büroneubau mit der Bezirksbauernkammer Ried findet das Investitionsprogramm des FIH der letzten Jahre nun seinen Abschluss. Mit dem Neubau wurde bereits in dieser Woche begonnen. Obmann Hosner bedankte sich bei Landesrat Stockinger für die Unterstützung für die Rinderbauern im Bereich der Grünlandprämie und der Tierkennzeichnung.

Präsident Herndl bekannte sich eindeutig zu der Notwendigkeit der bäuerlichen Erzeugergemeinschaften. Präsident Herndl gratulierte den Züchter und dem FIH zu den erreichten Erfolgen und forderte gerade in stürmischen Zeiten Geschlossenheit ein.

Erfreulicher Geschäftsbericht

Das Geschäftsjahr 2007 war nicht nur für den FIH, sondern natürlich auch für dessen Mitglieder sehr erfreulich. Die Preise haben mit Ausnahme der Nutzkälber in allen Kategorien deutlich angezogen. Der Export konnte weiter gesteigert werden. 4.897 Zuchtrinder, so viele wie noch nie, wurden im letzten Jahr über den FIH exportiert. Dies entspricht einer Exportquote bei den Zuchtrindern von 85 %. Der Gesamtwert 2007 der über den FIH vermarkteten Zuchtrinder und Nutzkälber betrug ca. € 12 Mio. 78% der Mitglieder nutzten die Möglichkeit, ihre Tiere über den FIH zu vermarkten. Imposant war auch die Leistungssteigerung in den letzten 10 Jahren. Im Durchschnitt betrug die Leistungssteigerung seit 1997 150 kg Milch pro Jahr. Geschäftsführer Miesenberger ging auch auf die zu erwartenden Herausforderungen im heurigen Jahr ein. Die Bewältigung der Blauzungenkrankheit hat dabei höchste Priorität. Die Vorbereitungen für die Schutzmaßnahmen der heimischen Tierbestände sind bereits angelaufen.

Eliteversteigerung mit Knalleffekt

Bei der im Anschluss an die Generalversammlung folgenden Nachzuchtpräsentation der Stiere Malhaxl und Hupsol waren die kritischen Augen der Besucher auf die Tiere gerichtet. Vor allem von der Nachzuchtsammlung des Stieres Hupsol waren die Besucher aus Nah und Fern angetan.

Nach mehreren Jahren wurde wiederum eine Eliteversteigerung durch den FIH organisiert. Einen Knalleffekt gab es bei den Zuchtstieren. Der Betrieb Faschang aus Weng erzielte für einen in Niederbayern gezüchteten Morbo-Sohn den in Österreich noch nie da gewesenen Höchstpreis von
€ 19.200,--. Der Stier wurde durch die Eusema angekauft. Natürlich hat das stürmische Wetter die Veranstaltung beeinflusst. Etliche Käufer mussten auf ihrem Weg nach Ried umkehren. Dies hatte zur Folge, dass nicht bei allen Tieren die zu Recht hohen Preiserwartungen der Verkäufer erfüllt wurden und somit einige Tiere nicht abgegeben wurden. Den Höchstpreis bei den weiblichen Tieren erzielte eine Zahner-Jungkalbin vom Betrieb Ornetsmüller aus Mettmach. Käufer ist hier ein Züchter aus Kärnten. Die teuersten Tiere wurden von Züchtern aus Kärnten, Tirol und Deutschland gekauft.


Aktualisiert am: 13.03.2008 10:22
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