FIH- Versteigerung: Sommerloch machte sich bemerkbar

Bei der Zuchtrinderversteigerung in Ried am 14. Juli wirkte sich das schöne Wetter nicht nur auf die Besucherzahl, sondern folglich auch auf die Aufrtiebszahl und die Preise aus.
"Der einen Freud - der andren Leid", dürfte wohl das Motto der Versteigerung am vergangenen Dienstag in Ried, bezüglich des schönen Wetters, gewesen sein.
"Der einen Freud - der andren Leid", dürfte wohl das Motto der Versteigerung am vergangenen Dienstag in Ried, bezüglich des schönen Wetters, gewesen sein.
Das schöne Wetter kam für die Zuchtrinderversteigerung in Ried zum falschen Zeitpunkt. Die dringend notwendigen Erntearbeiten waren wichtiger als die Versteigerung. Dies wirkte sich einerseits in einem deutlich geringeren Angebot und andererseits auch in einem mäßigen Besuch der Versteigerung aus. Die Durchschnittspreise sind bei allen Kategorien im Vergleich zur letzten Versteigerung zurückgegangen. Wobei es aber zu einfach wäre, die derzeit deutlich niedrigere Nachfrage nach Zuchtrindern ausschließlich auf das endlich schöne Wetter zu schieben.
Zuchtstiere- akzeptable Preise
Die Versteigerung der Zuchtstiere verlief sehr qualitätsbezogen. Von der OÖ Besamungsstation GmbH wurde ein Manitoba-Sohn, gezüchtet vom Betrieb Radler, Gramastetten, für den Prüfeinsatz erworben. Die Besamungsstation Landshut kaufte einen in Niederbayern gezüchteten Vanstein-Sohn für den Prüfeinsatz vom Betrieb Treitinger, Taiskirchen an. Von den Stieren für den Natursprung wurden nur jene mit der besten Qualität verkauft. Die Preise waren akzeptabel.
Erstlingskühe- niedrigere Preise
Von den angebotenen Erstlingskühen wurden fast alle verkauft. Die Verkäufer mussten sich allerdings mit niedrigeren Preisen als zuletzt zufrieden geben, Spitzenpreise waren Mangelware. Den Höchstpreis erzielte eine sehr leistungsstarke Romsel-Tochter vom Betrieb Sigl, St. Radegund.
Kalbinnen- höhere Preisdifferenzierung in Bezug auf Qualität
Bei den Kalbinnen waren sehr viele Verkäufer nicht bereit, die sehr guten Tiere zu den gebotenen Preisen abzugeben. Dies ist auch verständlich, wenn man bedenkt, dass die Fleckviehkälberpreise derzeit durchaus zufriedenstellend sind und bei vielen Tieren die Summe aus Schlachterlös und Kälberpreis höher ist als das Gebot auf der Zuchtrinderversteigerung. Wichtig für den Absatz war der Exportankauf der Firma de Poda, Italien. Die Preisdifferenzierung in Abhängigkeit der Qualität der Tiere war wesentlich größer als zuletzt. Den Spitzenpreis von über € 2.000,-- erzielte eine sehr vielversprechende Cadon-Tochter vom Betrieb Klugsberger, Lohnsburg.
Kälber- auch Preiseinbusen
Auch die weiblichen Zuchtkälber mussten Preiseinbusen in Kauf nehmen. Der Durchschnittspreis liegt aber nach wie vor deutlich über € 500,--. Es wurden auch fast alle angebotenen Kälber verkauft. Den Höchstpreis erzielte ein Rurex-Kalb vom Betrieb Reisinger, Sigharting. Das Kalb wurde um € 900,-- von einem Züchter aus Kärnten angekauft.


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Aktualisiert am: 15.07.2009 15:09
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