FIH – Generalversammlung in Ried

Trotz großer Exporteinbrüche konnte der Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) einen leicht positiven Jahresabschluss verzeichnen. Auch haben sich die Exportaussichten in Drittländer in den letzten sechs Monaten verbessert, wie auf der Generalversammlung in Ried berichtet werden konnte.
Der Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) hielt in Ried seine Generalversammlung ab.
Der Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH) hielt in Ried seine Generalversammlung ab.
Exporteinbußen von fast 50% haben sich im Vorjahr nicht nur auf die oberösterreichischen Fleckviehzüchter ausgewirkt, sondern auch auf die Erzeugergemeinschaft Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel (FIH). Dennoch konnte der Verband das vergangene Geschäftsjahr mit einem kleinen Gewinn von 4.500,- Euro abschließen. Mittlerweile hat sich die Lage im Export wieder gebessert. Laut Geschäftsführer Josef Miesenberger laufen intensive Exportankäufe Richtung Nordafrika, aber auch aus Kroatien und Serbien wurden bereits wieder erste Ankäufe getätigt. Es sei davon auszugehen, dass es bis zur Jahresmitte auch wieder zu Exportankäufen für russische Kunden kommen werde, wurde den rund 500 Züchtern bei der FIH-Generalversammlung in der Versteigerungshalle in Ried mitgeteilt.

Plus bei Lebensleistung – ausgezeichnete Mitglieder
Eine positive Entwicklung nimmt auch die Lebensleistung der Kühe des FIH. In den vergangenen acht Jahren hat sich diese um cirka 5.000 kg auf derzeit knapp 26.000 kg erhöht. Damit werde das Ziel von 28.000 kg Lebensleistung realistisch, betonte Geschäftsführer Miesenberger. Bei der diesjährigen Generalversammlung wurden auch wieder eine Reihe von Auszeichnungen vergeben. So wurde Gebhard Kitzmüller, Johann Mühlecker, Erwin Seifriedsberger und Fritz Wagenhammer für ihre mehr als 25-jährige Tätigkeit für die FIH-Mitglieder die Ehrenmedaille in Bronze verliehen. Zahlreiche Züchter konnten Ehrenglocken für 100.000 l-Kühe entgegennehmen.

Tiergesundheitsstrategie in Europa
Ulrich Herzog, zuständig für Veterinärbelange im Gesundheitsministerium, informierte die Anwesenden im Anschluss über die zukünftige Tiergesundheitsstrategie in Europa. Ein wichtiges Anliegen der EU ist es, von der derzeitigen "Reparatur-" zur Vorsorgepolitik zu wechseln - also nicht erst bei der Bekämpfung von Seuchen und deren Auswirkungen aktiv zu werden. In einem weiteren Aspekt müsse zur Kenntnis genommen werden, so Herzog, dass von der heutigen Landwirtschaft neben der Ernährungssicherung vor allem die Sicherheit der Lebensmittel verlangt werde. Die Weiterentwicklung des Tiergesundheitsdienstes, aber auch des Gesundheitsmonitorings seien hier Eckpfeiler und Ansätze die weiterverfolgt werden müssten. Österreich habe im Bereich der Tiergesundheit und Seuchenbekämpfung bereits sehr viel geleistet, so der Chefveterinär. Auch die Bemühungen um die BVD (Bovine Virusdiarrhoe)-Freiheit werden, bei konsequenter Fortsetzung der Bemühungen, erfolgreich sein. Derzeit gehe es vor allem um die Weiterentwicklung der Strategie gegen die Blauzungenkrankheit. Bisher sei in Österreich eine Ausbreitung durch die flächendeckende Impfung verhindert worden. Falls es gelinge, dass 2010 keine neuen Fälle von Blauzungenkrankheit auftreten, sei es durchaus realistisch, dass Österreich in Zukunft wieder als freies Gebiet anerkannt werde, machte Herzog den Züchtern Mut. (AIZ)

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Aktualisiert am: 02.03.2010 22:19
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