FAO hält globales Weizenangebot für ausreichend

Trotz der gegenüber dem Vorjahr geringerer Ernte der Nordhalbkugel rechnet die FAO mit einem ausreichenden Angebot an Weizen.
Die FAO rechnet heuer mit einer weltweit ausreichenden Weizenernte.
Die FAO rechnet heuer mit einer weltweit ausreichenden Weizenernte.
Ungeachtet der massiven Ernteausfälle in Russland hält die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) das weltweite Angebot an Weizen im laufenden Wirtschaftsjahr für ausreichend. Die Fachleute in Rom senkten vergangene Woche ihre Prognose für die globale Weizenerzeugung 2010/11 angesichts der kleineren Produktion in Russland gegenüber der August-Schätzung um weitere 6 Mio t auf 646 Mio t; das wären 35 Mio t oder gut 5 % weniger als im Vorjahr. Sie wiesen aber darauf hin, dass es sich immer noch um die drittgrößte Erntemenge handeln würde. Einschließlich der Bestände schätzt die FAO das verfügbare Weizenangebot 2010/11 nach wie vor auf 845 Mio t, lediglich 15 Mio t niedriger als im Vorjahr. Trotzdem kam es zuletzt zu einem kräftigen Anstieg der Weizenpreise, der nach FAO-Angaben die internationalen Lebensmittelpreise im August um durchschnittlich 5 % klettern ließ. Dies war die stärkste monatliche Steigerung seit November 2009. Der von der FAO berechnete Lebensmittel-Preisindex (FFPI) belief sich im August-Mittel auf 176 Punkte, was im Vergleich zum Juli ein Plus von 9 Punkten bedeutete. Es war zugleich der höchste Stand seit September 2008. Zum Hoch im Juni 2008 fehlten allerdings noch 38 %. Neben den Weizenpreisen, deren Anstieg im Wesentlichen durch die Trockenheit in Russland und dem daraus resultierenden Exportverbot Moskaus verursacht wurde, gehörten der UN-Behörde zufolge auch Zucker und Ölsaaten zu den Preistreibern auf den internationalen Agrarmärkten.


Aktualisiert am: 10.09.2010 08:25
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