Exporterstattung für Schweinefleisch festgesetzt

Ab 30. November stellt die Europäische Union Exporterstattungen für Schweinefleisch zur Verfügung. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmten die Mitgliedstaaten - wie erwartet - gestern im Verwaltungsausschuss für Schweinefleisch zu.
Ab 30. November gilt die Exporterstattung. Sie soll vor allem bei der Auslagerung der PLH-Ware den Markt stützen.
Ab 30. November gilt die Exporterstattung. Sie soll vor allem bei der Auslagerung der PLH-Ware den Markt stützen.
EUR 31,10 pro 100 kg gibt es ab sofort für die Ausfuhr von Schlachthälften und Teilstücken - frisch oder gefroren. Für Bauchspeck wurden EUR 19,40 pro 100 kg als Ausfuhrerstattung festgesetzt. Die Mittel werden für alle Drittländer-Exporte gezahlt.
Die EU-Mitgliedstaaten stimmten im Verwaltungsausschuss mit einfacher Mehrheit für die Ausfuhrhilfen. Dänemark, Schweden und Italien lehnten sie ab. Mit den Exporterstattungen möchte die EU-Kommission etwas gegen die schwierige Lage auf dem EU-Binnenmarkt unternehmen, die von einem großen Angebot mit niedrigen Erzeugerpreisen bei gleichzeitig hohen Futterkosten gekennzeichnet ist. Außerdem soll es gelingen, den schwachen US-Dollar bei den Ausfuhren auszugleichen, der die EU-Fleischexporteure im Vergleich zu ihren Wettbewerbern aus Übersee benachteiligt.

Vor diesem Hintergrund hatte die EU-Kommission am 29.10. bereits Beihilfen für die private Lagerhaltung von Schweinefleisch eingeführt. Wie die EU-Kommission mitteilte, habe diese Maßnahme angesichts der großen Schwierigkeiten allerdings nicht mehr ausgereicht. Bis zum 27.11. gingen für die private Langerhaltung EU-weit Anträge für rund 97.000 t ein. Die Kommission hat Haushaltsmittel für die Einlagerung von rund 100.000 t vorgesehen. Mit den nun beschlossenen Exporterstattungen wird diese Beihilfe wieder eingestellt.


Aktualisiert am: 13.12.2007 10:40
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