Europas Schulen für die Natur

Im Nationalpark-Zentrum in Illmitz im burgenländischen Seewinkel fand kürzlich die Abschlussveranstaltung der internationalen Schulumweltinitiative von WWF und ERSTE Stiftung statt. Unter dem Titel „European Schools for a Living Planet - Gemeinsam handeln für Europas Zukunft“ setzten Schulklassen aus Österreich und neun weiteren Ländern Naturschutzprojekte um.
Mehr Infos zum Projekt finden Sie bei den einzelnen Blogs der Schulen.
Mehr Infos zum Projekt finden Sie bei den einzelnen Blogs der Schulen.
Die Ideen reichten von Straßenaktionen über Theaterstücke bis hin zu Ausstellungen, Installationen und Schulfesten. Das beste Projekt wurde gestern von den Teilnehmern selbst prämiert. Der Preis, ein einwöchiges Naturabenteuercamp im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel, ging an die ukrainische Peace School aus Kiew.

25 Schulklassen aus Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine und Ungarn folgten dem Aufruf des WWF sich gemeinsam für die Natur und Zukunft Europas stark zu machen. Acht Monate lang arbeiteten die 13- bis 19-jährigen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern an Öko-Projekten zu den Themen Donau, Alpen-Karpathen und “Ökologischer Fußabdruck“. Es wurde geforscht, recherchiert, Entscheidungsträgern auf den Zahn gefühlt, Naturexpeditionen unternommen, gemalt und gebastelt. „Das Engagement der Schülerinnen und Schüler war überwältigend“, ist Uli Petschacher, Leiterin des WWF-Umweltbildungsprogramms begeistert. „Sie haben sogar in ihrer Freizeit an den Projekten gearbeitet und tolle Ideen umgesetzt.“

„Kinder und Jugendliche hören laufend schlechte Nachrichten über den Zustand unseres Planeten. Mit dieser Initiative möchten wir ihnen zeigen, wie sie selbst Veränderungen bewirken und sich für ihre Anliegen einsetzen können“, so Petschacher. „Die rege Beteilung und die Begeisterung der Kids sprechen für den Erfolg des Projekts.“

„European Schools for a Living Planet“ startete im Oktober 2008 mit einer einwöchigen Lehrerakademie in der WWF-Bildungswerkstätte in Apetlon. Die Pädagogen wurden von WWF-Experten in die drei Themen Donau, Alpen-Karpathen und „Ökologischer Fußabdruck“ eingeschult und erhielten Methoden für die Umsetzung im Unterricht. Während der Erarbeitung der regionalen Schulprojekte hatten die Klassen über den Web-Blog www.foralivingplanet.eu die Möglichkeit sich gegenseitig auszutauschen und den Fortgang ihrer Projekte zu präsentieren. Da die Initiative so gut angekommen ist, startet im Herbst 2009 die zweite Runde.


Aktualisiert am: 16.06.2009 09:00

Landwirt.com Händler Landwirt.com User