Europaparlament will Krisenmaßnahmen für Agrarmärkte

Die Agrarexperten des Europaparlaments haben sich für mehr Marktregulierung ausgesprochen. Eine Mehrheit unterstützt Krisenmaßnahmen wie beispielsweise die öffentliche Lagerhaltung.
Das EU-Parlament will die Ankaufmenge für die öffentliche Lagerhaltung von Butter zu Festpreisen auf 70 000 t anheben.
Das EU-Parlament will die Ankaufmenge für die öffentliche Lagerhaltung von Butter zu Festpreisen auf 70 000 t anheben.
Im Rahmen einer ersten Abstimmung zur laufenden Agrarreform unterstützte eine Mehrheit der Abgeordneten im Landwirtschaftsausschuss, Krisenmaßnahmen grundsätzlich für alle Produktkategorien zu ermöglichen. Die öffentliche Lagerhaltung soll für Weich- und Hartweizen, Gerste, Mais, Hirse, Reis, Rindfleisch, Butter und Magermilchpulver das ganze Jahr über möglich sein. Die Ankaufmengen für Butter zu Festpreisen wollen die Parlamentarier auf 70 000 t anheben. Referenzpreise zur Auslösung von Marktmaßnahmen sollen regelmäßig überprüft werden. Die Möglichkeit für Exporterstattungen wird grundsätzlich beibehalten.

Erzeugerorganisationen im Milchsektor
Im Milchsektor wurden Rufe nach einer Verlängerung der Garantiemengenregelung abgelehnt. Allerdings soll bei einer Krise ein neues System von Zuckerbrot und Peitsche greifen: Erzeuger würden für freiwillige Produktionseinschränkungen von mindestens 5 % finanziell belohnt, während Betriebe, die ihre Erzeugung gleichzeitig um mehr als 5 % ausweiten, mit Strafabgaben rechnen müssten. Ferner werden die seit Oktober 2012 gültigen Bestimmungen zu Verträgen und Erzeugerorganisationen im Milchsektor in den Entwurf integriert. AgE

Aktualisiert am: 25.01.2013 12:50
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