Europäische Mischfutterhersteller fordern Freigabe von Interventionsbeständen

Der Europäische Verband der Mischfutterindustrie (FEFAC) hat die EU-Kommission jetzt aufgefordert, vor dem Hintergrund der steigenden Getreidepreise schnellstmöglich die EU-Interventionsbestände an Gerste freizugeben.
Weltweite Erntemengen dürften Bedarf decken

Zur Begründung erklärte FEFAC-Präsident Patrick Vanden Avenne, dass die überwiegend auf Spekulationen begründete aktuelle Hausse am Getreidemarkt die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Viehbranche gefährde. Der FEFAC-Chef verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass sich die Weizen-Notierungen auf dem europäischen Markt allein seit Anfang Juli dieses Jahres erheblich gestiegen seien. Dieser drastische Anstieg sei nach Ansicht von Experten nicht durch Fundamentaldaten zu begründen, fügte Vanden Avenne hinzu. Selbst angesichts der erwarteten Ernteeinbrüche in Russland und der Ukraine dürften die Ernten sowohl in der EU als auch weltweit genügend hoch ausfallen, um den Bedarf zu befriedigen und gleichzeitig ausreichend hohe Lagerbestände sicherzustellen.

Interventionsgetreide gegen Preisspekulationen

Nach Angaben der FEFAC befinden sich derzeit mehr als 5 Mio t an Interventionsgetreide in den Lagerstätten der Gemeinschaft, der größte Teil davon Gerste. Kämen diese Bestände jetzt auf den Markt, würde die EU-Kommission damit nicht nur gegen die Spekulation und die Volatilität vorgehen, sondern zugleich von dem hohen Marktniveau profitieren (Quelle: ISN, schweine.net).


Aktualisiert am: 06.08.2010 10:54
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