Europa-Parlament hat GV-Mais-Abfuhr bestätigt

Infolge des klaren Neins des EU-Umweltministerrates Anfang März zum Ansinnen der Kommission, das GV-Mais-Anbauverbot in Österreich zu kippen, lud der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gestern Abend Vertreter der EU-Kommission zu einer Erläuterung ihrer Position.
EU-Umweltministerrat spricht sich gegen Anbau von GV-Mais aus
EU-Umweltministerrat spricht sich gegen Anbau von GV-Mais aus
"Die Kommission hat die Abgeordneten mit ihren Argumenten nicht überzeugt. Aus wissenschaftlicher Sicht ist die Haltung der Kommission nicht ausreichend fundiert. Quer durch alle Fraktionen findet Österreich nicht nur im Rat, sondern auch im Europa-Parlament Unterstützung", sagte der Umweltsprecher des ÖVP-Europaklubs Richard Seeber.

"Das Europaparlament trägt den Kurs der EU-Umweltminister in Sachen Gentechnik-Mais-Verbot mit. Österreichs Position zur Beibehaltung des Anbauverbots findet auch im Umweltausschuss die volle Unterstützung. Die Menschen in unserem Land wollen keinen GV-Mais. Die EU-Kommission muss das endlich akzeptieren und mit ihren Gentechnik-Spielchen Schluss machen", fuhr Seeber fort.

"Österreichs kleinteilig strukturierte Landwirtschaft bietet keinen Platz für ein Nebeneinander von biologischer Landwirtschaft und gentechnisch modifizierten Sorten. Mit einer Anpassung der EU-Freisetzungsrichtlinie könnte der leidigen Diskussion ein Ende bereitet werden. Gleichzeitig muss die Entscheidung über ein Anbauverbot von GV-Pflanzen in den Kompetenzbereich der Mitgliedstaaten übertragen werden", forderte Seeber in einer Aussendung. (AIZ)


Aktualisiert am: 20.03.2009 09:18
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