Eschentriebsterben – guter Rat ist teuer

Was ist bloß mit den Eschen los? sorgen sich derzeit Waldbesitzer, Forstleute und Naturinteressierte. Seit einigen Jahren wird diese Baumart durch das Eschentriebsterben schwer geschädigt. Die zukünftige Bedeutung der Art als wirtschaftlich und ökologisch wertvoller Edellaubbaum ist durch diese Krankheit stark in Frage gestellt.
Symptome des Eschentriebsterbens
Symptome des Eschentriebsterbens
Das Eschentriebsterben ist eine neue Pilzkrankheit. Der Erreger ist ein kürzlich entdeckter Mikropilz, das Falsche Weiße Stengelbecherchen (wissenschaftlicher Name: Hymenoscyphus pseudoalbidus). Dieser Schlauchpilz bildet seine zirka 2 bis 7 mm kleinen, weißen, gestielten und becherförmigen Fruchtkörper vorwiegend an verrottenden Eschenblattstielen in der Bodenstreu aus. Im Frühjahr und Sommer werden in diesen Fruchtkörpern ungeheure Mengen an Sporen gebildet, freigesetzt und über die Luft verbreitet. Die Sporen können Eschenblätter und möglicherweise auch -triebe infizieren. Von den Blättern wächst der Pilz in Triebe und Zweige ein und verursacht dort das Absterben der Rinde und des Holzes.

Lesen Sie mehr von den neuesten Forschungsergebnissen und holen Sie sich vor allem praktische Tipps, mit welchen Maßnahmen Sie dieser Krankheit entgegenwirken können, im Fachbeitrag von Privatdozent DI. Dr. Thomas Kirisits, Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz, der Universität für Bodenkultur Wien

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Aktualisiert am: 20.05.2011 07:02
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