Erstmals gefärbte Ostereier mit OVUM-Herkunftsnachweis

Durch das Kennzeichnungs- und Registrierungssystem „OVUM“ ist ab sofort eine nachvollziehbare Herkunftsabsicherung auch bei gefärbten Eiern möglich.
Die Farben der Ovum-Banderole stehen für jenes Land, in dem das Ei gelegt, gefärbt und abgepackt wurde, rot-weiß-rot z.B. für Österreich. Jeder Färbevorgang im Rahmen Ovum muss vorab angemeldet werden und wird in der Färberei überwacht und streng kontrolliert. Über den Ovum Ei-Lieferschein ist jede Lieferung vom Landwirt an die Färberei begleitet und gut nachvollziehbar. Als Bezugsquelle setzt sich immer mehr der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) durch.

OVUM-Banderole bietet Sicherheit

Seit 1. Jänner 2004 gilt EU-weit die verpflichtende Einzel-Ei-Kennzeichnung. Das heißt, auf jedem Ei muss die Haltungsform der Hennen, das Herkunftsland und ein eindeutiger Code für den Legehennenbetrieb ausgewiesen sein. Freiwillig kann die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums erfolgen. Alle diese Infos werden mittels Stempel direkt am Ei aufgedruckt. Durch das System Ovum werden alle diese Kriterien abgesichert und nachvollziehbar.

Bei Ostereiern wird in der Regel die Einzel-Ei-Kennzeichnung durch die Farbe übermalt und die ursprünglichen Informationen gehen dadurch verloren. Durch Ovum wird nunmehr sichergestellt, dass auch bei den gefärbten Eier die Information über Herkunft und Haltungsform abgesichert wird.

Kontrollen bei jedem Färbetermin

Durch das System Ovum sind Eier von der Färberei über die Ei-Packstelle bis hin zum Legehennenbetrieb rückverfolgbar. Ein vorgegebener Ovum Ei-Lieferschein begleitet alle Lieferstationen, die jeweils kontrolliert werden. Bei Farbeiern kommt ein weiterer Kontrolltermin hinzu. Jeder Färbevorgang unter „Ovum“ muss von den Färbereien vorab der AMA Marketing bekannt gegeben werden und wird dann von den zuständigen Kontrollstellen begleitet. Täglich wird eine neue Chargennummer vergeben, die am Tagesfärbeprotokoll sowie in der Banderole aufscheint und genau über die gefärbten Eier Auskunft gibt. Dadurch wird glaubhaft sichergestellt, dass in den Packungen auch tatsächlich das drin ist, was auf den Packungen drauf steht.

In Österreich beteiligen sich die bedeutendsten Färbereien an diesem Kennzeichnungssystem.

Eiermarkt: Mengen sinken, Wert stabil

In Österreich wurden 2005 im Lebensmittelhandel und über alternative Vertriebsquellen rund 838 Mio. Eier im Wert von rund 156 Mio. EURO gekauft. Vor Ostern gehen rund 50 Mio. gekochter und gefärbter Eier über die Ladentische.

Der Lebensmitteleinzelhandel gewinnt für den Eiermarkt insgesamt zunehmend an Bedeutung. Waren es 2001 noch knapp 60% der Eier, die über alternative Schienen verkauft wurden, so waren das 2005 nur mehr 40%, die diesen Vertriebsweg gingen. Alternative Vertriebsquellen wie der Ab-Hof-Verkauf besitzen aber gerade zu Ostern noch größere Bedeutung. Am meisten geben mit 23,4 EURO pro Kopf und Jahr die Vorarlberger für Eier aus, am wenigsten mit 17,4 EURO pro Kopf und Jahr die Niederösterreicher. Dies ergab die RollAMA (rollierende Agrarmarktanalyse) der AMA Marketing. Die Statistik Austria hat darüber hinaus errechnet, dass der jährliche Pro-Kopf von Eiern bei 227 Stück liegt.


Aktualisiert am: 03.05.2006 09:21
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