Erstmals Schnittlauchernte im Waldviertel im großen Stil

Kürzlich erfolgte der Startschuss für die erste Schnittlauchernte im großen Stil im Waldviertel. Unter Federführung der Firma Waldland in Oberwaltenreith bei Friedersbach wird der Schnittlauch von 14 Landwirten auf 35 Hektar angebaut und in den nächsten Monaten drei bis fünf Mal geerntet.
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf bei der ersten Schnittlauchernte im Waldviertel. Fotoquelle: Waldland
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf bei der ersten Schnittlauchernte im Waldviertel. Fotoquelle: Waldland
Der Anbau von Spezialpflanzen von hoher Qualität sichert eine Wertschöpfung von rund 600.000 Euro in der Region. Nach einem Pilotprojekt im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass das Waldviertel ein geeigneter Standort für den Schnittlauchanbau ist. Abnehmer für den Schnittlauch ist die Lebensmittelindustrie.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Leader-Projektes Waldviertel Grenzland. Die Gesamtkosten belaufen sich bis 2011 auf 220.000 Euro, die mit 88.000 Euro gefördert werden – 43.000 durch die EU, 27.000 durch das Land NÖ und 18.000 Euro durch den Bund. Kernpunkt des Projektes ist ein umfassendes Technologiekonzept mit Maschinen für die Feldkultur und eine Aufbereitungsanlage für den frisch geernteten Schnittlauch.

Voraussetzung für den Schnittlauchanbau im Waldviertel ist ein Vertrag mit einer Abnehmerfirma und die Qualitätssicherung sowie die konsumfertige Aufbereitung zur Weiterverwendung für Gewürzmischen, Saucen oder Suppen. „Der Markt benötigt pflanzliche Spezialprodukte, die den Anforderungen einer modernen Lebensmittelversorgung entsprechen. Das Angebot an Fertigprodukten wird ständig größer. Ziel ist der langfristige Qualitätsanbau von Spezialpflanzen im Waldviertel“, so Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.


Aktualisiert am: 12.05.2010 16:42
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