Erstmals Blauzungenkrankheit in Österreich

Die Österreichische Agentur für
Gesundheit und Ernährungssicherheit stellte im Rahmen von
Routineuntersuchungen bei einem Rind im Bezirk
Schärding/Oberösterreich die Blauzungenkrankheit fest.
Gegen die Blauzungenkrankheit läuft ein Impfprogramm.
Gegen die Blauzungenkrankheit läuft ein Impfprogramm.
In einer Presseaussendung des Gesundheitsministeriums heißt es dazu:

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung von Rindern,
Schafen, Ziegen und wildlebenden Wiederkäuern und wird durch den
Bluetongue- (BT-) Virus, der durch Stechmücken übertragen wird,
verursacht. Bei Schafen muss mit hohen Erkrankungs- und Todesraten
gerechnet werden. Bei Rindern verläuft die Krankheit im Normalfall
milder.

Keine Sorge für Konsumenten
Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky: "Für die Konsumenten und
Konsumentinnen besteht kein Anlass zur Sorge. Das BT-Virus stellt für
den Menschen keine Gefahr dar." Allerdings habe das Auftreten der
Blauzungenkrankheit große Auswirkungen auf die Milch-,
Fleischwirtschaft und den Viehhandel, da es zu Leistungsminderung und
Fruchtbarkeitsstörungen komme.

Einschränkung im Tierverkehr
Die Gesundheitsministerin verwies in diesem Zusammenhang auf die
Blauzungen-Bekämpfungsverordnung. In einer Schutz- und Kontrollzone
im Umkreis von 150 Kilometern werden die für die Krankheit
empfänglichen Tiere genau überwacht. Für den Tierverkehr gibt es
Einschränkungen.

Schutzimpfungen
Seit Juli dieses Jahres gebe es in den Bundesländern
Tirol und Vorarlberg verpflichtende Schutzimpfungen gegen die
Blauzungenkrankheit, nachdem in den Nachbarstaaten Österreichs 2006
und 2007 die Krankheit aufgetreten war. "Es wird nun bis Ende März
2009 eine flächendeckende Schutzimpfung auch außerhalb der Schutz-
und Kontrollzone geben. Damit kann das Risiko einer Ausbreitung der
Blauzungenkrankheit gering gehalten werden", so
Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky in ihrer Presseaussendung abschließend.


Aktualisiert am: 10.11.2008 13:23
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