Erstes schweres Hagelunwetter 2006

Hagelversicherung: 4 Millionen Euro Schaden für die Landwirtschaft.
Erstmals in diesem Jahr gingen am 16. Juni gegen 16.00 Uhr in einigen Regionen der Steiermark schwere Hagelunwetter mit zum Teil golfballgroßen Hagelschloßen nieder. Betroffen waren vor allem die Kulturen Obst welches nicht durch Netze geschützt ist, Baumschulen und Grünland in den Bezirken Weiz und Bruck an der Mur.

Nach ersten Erhebungen durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung sind rund 2340 Hektar landwirtschaftliche Flächen betroffen. Der Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen mit 4 Mio. Euro beziffert.

Hagel ist für Österreichs Landwirtschaft ein Risiko ersten Ranges. Die österreichische Hagelsaison dauert von Mai bis August. In diesem Zeitraum kommt es im Durchschnitt nahezu an jedem dritten Tag irgendwo zu einem Hagelunwetter. Aber niemand weiß, wann und wo.

Die Österreichische Hagelversicherung ist eine Spezialversicherung, die Landwirte gegen Wetterrisiken wie Hagel, Trockenheit, Überschwemmung oder Auswuchs versichert. In Österreich hat die Hagelversicherung über 80 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen gegen Hagel und 60 Prozent mehrgefahrenversichert. "Unsere Mitarbeiter stehen jetzt im Dauereinsatz. Die Schadenserhebung der Sachverständigen hat bereits begonnen und wird auch am Wochenende durchgeführt. Das ist für uns selbstverständlich. Nach Unwettern wie jetzt, haben wir nur eine Priorität: Die Bauern müssen umgehend ihr Geld ausbezahlt bekommen", sagt Hagelversicherungschef Dr. Weinberger.

Nähere Informationen erhalten Sie direkt bei Ing. Josef Kurz, Landesleiter Steiermark der Österreichischen Hagelversicherung, unter Mobil: 0664/827 20 56


Aktualisiert am: 04.07.2006 10:09
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