Erster Maiswurzelbohrer in Salzburg

Gestern ist ein Exemplar des Westlichen Maiswurzelbohrers in Wals-Siezenheim (Salzburg) entdeckt worden.
In Salzburg wurde der erste Maiswurzelbohrer gefunden.
In Salzburg wurde der erste Maiswurzelbohrer gefunden.
Es handelt sich um den ersten Fund dieses gefürchteten Quarantäneschadinsekts in diesem Bundesland. Es dürfte sich um einen isolierten Bestand handeln, den die Fachleute nun mit geeigneten Maßnahmen ausrotten wollen. Die Käferart dürfte vermutlich per Flugzeug oder Lastwagen nach Salzburg gelangt sein. "Die Landwirtschaftskammer wird alles Notwendige unternehmen, um eine weitere Ausbreitung dieses gefährlichen Insekts zu verhindern und die Bauern vor Ernteschäden zu bewahren", so der Präsident der LK Salzburg, Franz Eßl.

Maßnahmen gegen den Maiswurzelbohrer
Rund um den Käferfund wird eine Zone mit einem Radius von 6 km errichtet. Im ersten Kilometer, der Befallszone, sind eine dreijährige Fruchtfolge sowie weitere Maßnahmen vorgeschrieben. In den daran angrenzenden 5 km wird eine Sicherheitszone mit zweijähriger Fruchtfolge eingerichtet. Als Sofortmaßnahme wurden darüber hinaus zusätzliche Pheromonfallen innerhalb der Befallszone aufgestellt. Sollten in den folgenden zwei Jahren keine weiteren Käfer gefangen werden, wird der Bereich durch die Bezirksverwaltungsbehörde wieder aufgehoben.

Maiswurzelbohrer in Österreich
In Österreich wurden die ersten Maiswurzelbohrer laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Sommer 2002 nahe der slowakischen Grenze gefangen. Seitdem hat sich der Käfer kontinuierlich weiter nach Westen ausgebreitet und in den folgenden fünf Jahren in den wichtigen Maisanbaugebieten in Niederösterreich, der Steiermark und im Burgenland etabliert. In Oberösterreich setzt sich der Käfer zurzeit hauptsächlich im Donauraum fest. In Kärnten und in Tirol wurden 2008 erste vereinzelte Funde gemeldet, wobei es sich nur in Tirol mit Sicherheit um ein isoliertes Befallsvorkommen gehandelt hat. In Kärnten liegen die einzelnen Fundstellen in Reichweite der natürlichen Ausbreitungslinien der Steiermark beziehungsweise von Slowenien. Nur Salzburg und Vorarlberg waren Ende 2008 noch befallsfrei.


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Aktualisiert am: 08.09.2009 09:42
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