Erster Fall von Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg

Die Blauzungenkrankheit ist im Südwesten ausgebrochen. Das ganze Bundesland Baden-Württemberg gilt als Sperrzone. Nur eine Impfung bringt Schutz.
Das Blauzungenvirus infiziert Wiederkäuer. Der Mensch kann sich nicht anstecken. (Foto: Kateryna Kon/Shutterstock)
Das Blauzungenvirus infiziert Wiederkäuer. Der Mensch kann sich nicht anstecken. (Foto: Kateryna Kon/Shutterstock)
Auf einem Betrieb im Landkreis Rastatt ist die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) ausgebrochen. Bei einer Routineuntersuchung wurde das Virus festgestellt. Das Landwirtschaftsministerium hat das Land-Baden-Württemberg zum BTV-8-Sperrgebiet für Rinder, Schafe, Ziegen und gehaltene Wildwiederkäuer erklärt. Die Sperrfrist gilt für 2 Jahre. Jeder der Wiederkäuer hält, muss Art, Zahl und Standort der Tiere beim Landratsamt melden.
Innerhalb Baden-Württembergs dürfen Wiederkäuer ohne Impfung und Laboruntersuchung verbracht werden, wenn sie keine Krankheitssymptome zeigen. Es ist aber eine Genehmigung des Veterinäramtes nötig. Eine Ausfuhr aus dem Sperrgebiet ist nur erlaubt, wenn die Tiere geimpft sind, eine Laboruntersuchung vorliegt oder sie mindestens 60 Tage vor Stechmücken geschützt wurden. Das gilt auch für Sperma, Eizellen und Embryonen dieser Tiere.

Impfung als einziger Schutz

Der einzige Schutz vor der Blauzungenkrankheit ist eine vorbeugende Impfung gegen die beiden Serotypen BTV-8 und BTV-4. Einen gemeinsamen Impfstoff gegen beide Erreger gibt es noch nicht. Diese wird auch 2019 vom Land und der Tierseuchenkasse bezuschusst. Sie unterstützen Landwirte mit insgesamt einem Euro pro Impfvorgang bei Rindern und mit 0,65 Euro pro Impfvorgang bei Schafen und Ziegen. Das Virus ist für Menschen nicht gefährlich. Fleisch und Milch kann man ohne Bedenken verzehren

Aktualisiert am: 13.12.2018 10:34
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