Erste Hilfe bei Absetzdurchfall

Ferkelerzeuger kennen und fürchten es: Sie kommen in den Stall, riechen den seltsamen Geruch und finden dünnflüssigen Durchfallkot am Boden. Die Ferkel sind matt und kotverschmutzt. Der Tierarzt muss her. So leisten Sie in der Zwischenzeit Erste Hilfe.
Absetzdurchfall kann viele Ursachen haben. Foto: Universitätsklinik für Schweine.
Absetzdurchfall kann viele Ursachen haben. Foto: Universitätsklinik für Schweine.
Wachsen Ferkel schlecht, so hat dies seinen Ursprung meist in der Aufzucht oder sogar schon im Saugferkelalter. Durchfall nach dem Absetzen ist ein häufiges Krankheitsbild bei Ferkeln. Die Auslöser für Absetzdurchfall können in der Fütterung liegen. Aber auch Krankheitserreger können Durchfall verursachen. Zu den fütterungsbedingten Ursachen zählen eine mangelhafte Futterration, verdorbenes Futter oder eine fehlerhafte Futtertechnik. Als Absetzdurchfall-Erreger kommen z.B. E. coli, Lawsonien, Coronaviren und Rotaviren in Frage. Das Absetzen von der Sau ist für die Ferkel die schlimmste Phase ihres Lebens. Zum einen kommt es zur Futterumstellung von Milch auf Festfutter. Zum anderen müssen sich die Ferkel mit Artgenossen aus anderen Würfen eine neue Unterkunft teilen. Die fremde Umgebung bedeutet Stress.

Erste Hilfe leisten
Als Erste Hilfe-Maßnahmen gibt es einfache Hausmittel. Sie können im Falle des akuten Auftretens von Durchfall bis zum Eintreffen des Tierarztes von den Landwirten zur Überbrückung eingesetzt werden. Zu solchen Hausmitteln zählen Elektrolytlösungen, schmerz- und krampflösende Tees und selbst gekochte Karottensuppe. Eine Elektrolytlösung kann vom Landwirt bei akutem Durchfallgeschehen selbst hergestellt werden.

Den gesamten Artikel sowie die Anleitung zur Herstellung einer Elektrolytlösung und anderen Haumitteln finden Sie in der LANDWIRT-Ausgabe 22/2015.

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Autoren: Mag.med.vet. Ines Krauss und Univ.Prof.Dr.med.vet. Isabel Hennig-Pauka, Universitätsklinik für Schweine, Veterinärmedizinische Universität Wien


Aktualisiert am: 05.11.2015 20:16