Erste Erntebilanz der LK Steiermark

Das heurige Jahr hat den steirischen Bauern bisher Sonn- und Schattseiten beschert. Generell sind überall gute Erträge zu erwarten aber die Einbußen bei der Heuernte und die späten, schweren Hagelunwetter machen den Bauern zu schaffen. Landwirtschaftkammerpräsident Wlodkowski und Kammeramtsdirketor Brugner zogen eine erste Erntebilanz.
Landwirtschaftskammerpräsident Wlodkowski (l) und Kammeramtsdirektor Brugner (r) zogen eine erste Erntebilanz.
Landwirtschaftskammerpräsident Wlodkowski (l) und Kammeramtsdirektor Brugner (r) zogen eine erste Erntebilanz.
Heuer ist ein sehr frühes Jahr. Schon der Anbau der Feldfrüchte war und die momentan stattfindende Ernte ist dieses Jahr um 10 bis 14 Tage früher als im langjährigen Schnitt. Die Temperaturen lagen auch über den langjährigen Durchschnittswerten. Trotz Trockenheit im Frühjahr, einem kühlen Sommer und langen Regenperioden kann in Summe das Wetter als ausgeglichen angesehen werden. Für die Zeiten der Ernte gab es ausreichend Schönwetterperioden. Problematisch waren die schweren und späten Hagelunwetter vor allem in der Oststeiermark (Bezirke Feldbach, Radkersburg, Leibnitz) Anfang und Mitte September. Die Österreichische Hagelversicherung beziffert allein den Schaden aus diesen beiden Ereignissen mit rund 3,7 Millionen Euro.

Grünland:
Die Frühjahrstrockenheit machte den Grünlandbauern sehr zu schaffen. Beim ersten Schnitt gab es Trockenschäden von bis zu 70 %. Viele Betriebe müssen jetzt zusätzlich schon die geplanten Wintervorräte verfüttern. Eine Plage ist für die Bauern auch die starke Zunahme von Engerlingschäden auf den Wiesen.

Mais:
Die günstigen Witterungsbedingungen im Frühjahr ließen heuer einen frühen Anbau zu. Die ausreichenden Niederschläge in den Sommermonaten führten zu einer optimalen Pflanzenentwicklung. Erste Ernteergebnisse lassen die steirischen Erträge um fünf Prozent höher erwarten als im Vorjahr. Zusammen mit der Flächenausweitung von 3,8 % ist also mit einer Maismenge zu rechnen, die zwischen acht und zehn Prozent über dem Vorjahr liegen wird.

Getreide:
Die Ausgangssituation im Herbst und im Winter war aufgrund der Witterung äußerst ungünstig. Durch die warme Witterung und die ausreichenden Niederschläge in der zweiten Wuchshälfte des Getreides konnten überdurchschnittliche Ährengewichte mit rekordhohen Tausendkorngewichten erreicht werden. Die Durchschnittserträge lagen um zehn bis 15 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Kürbis:
Die Anbaufläche ist in der Steiermark um 1400 ha gesunken. Die Witterung verlief über die gesamte Kulturperiode relativ günstig. Die bisherige Ernte zeigt, dass die Erträge üben dem Durchschnitt liegen. Die Kernölgenießer können sicher sein, dass Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. über das ganze Jahr verfügbar sein wird.


Aktualisiert am: 27.09.2011 12:22
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