Erosionsschutz bei der Maissaat

Starkniederschläge im Mai führen vor allem in Maisfeldern oft zu Abschwemmungen. Saattechniken, die den Acker vor Erosionen schützen, sind daher gefragt. Der Striger von Kuhn und die Ökosem von Hörtenhuemer sind zwei interessante Varianten.
Bei der Ökosem bearbeitet eine Streifenfräse den Boden nur in etwa 30 cm breiten Streifen und einer Tiefe von 10 bis 15 cm.
Bei der Ökosem bearbeitet eine Streifenfräse den Boden nur in etwa 30 cm breiten Streifen und einer Tiefe von 10 bis 15 cm.
Die Maissaat ist mitlerweile in den meisten Gebieten abgeschlossen und damit wird das Thema Erosionsschutz wieder aktuell. In einigen Gebieten - vor allem in der südlichen Steiermark - haben starke Regenschauer bereits zu Abschwemmungen von Maisfeldern geführt. Einmal mehr stellt sich die Frage, wie man speziell die Maisfleder vor Erosionen schützen kann.
Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Steiermark testet "Der fortschrittliche Landwirt" schon das zweite Jahr verschiedene Maissaatverfahren, die Erosionen vermindern sollen. Unter anderem den Striger von Kuhn und die ÖkoSem von Hörtenhuemer. Beide Bodenbearbeitungsgeräte arbeiten im Streifensaatverfahren.

Striger
Mit dem Striger wird das Bodenleben geschont und ein wirksamer Erosioinsschutz erreicht, weil 80 % weniger Fläche bearbeitet werden müssen. Mit diesem neuen Bodenbearbeitungsgerät wird der Boden nur im Bereich der zukünftigen Säreihen bearbeitet. Je nach Rahmenbedingungen erfolgt die Streifenbearbeitung mit dem STRIGER in einem oder zwei Arbeitsgängen. Sobald der Boden abgetrocknet ist, kann die Aussaat mit einer konventionellen Einzelkornsämaschine in die vom Striger gelockerten Streifen erfolgen.
Mit dem Striger wird der Boden nur im Bereich der zukünftigen Säreihen bearbeitet.
Mit dem Striger wird der Boden nur im Bereich der zukünftigen Säreihen bearbeitet.

Das Werkzeugmodul des Strigers besteht aus einer vor dem Zinken laufenden Schneidscheibe, welche die Furche öffnet, gefolgt von einem Sternklutenräumer, einem Zinken, an dessen Seite zwei gewellten Scheiben und schließlich einer Andruckrolle.

Ökosem
Das zweite Verfahren, das wir hinsichtlich Erosionsschutz testen, ist die Streifenfrässaat. Bei diesem neuen Verfahren wird kombiniert gesät. Anstelle der Kreiselegge bearbeitet eine Streifenfräse den Boden nur in etwa 30 cm breiten Streifen und einer Tiefe von 10 bis 15 cm. Ein Grubberzinken greift 10 cm tiefer und sorgt für eine Tiefenlockerung. Die Flächenleistung liegt aufgrund der maximalen Arbeitsgeschwindigkeit von etwa 6 km/h und der 4reihigen Sämaschine bei nur 0,5 bis 0,8 ha/h. Der Dünger wird unterflur abgelegt. "Der fortschrittliche Landwirt" hat in diesem Jahr insgesamt rund 20 Hektar Versuchsfläche angelegt, wo diese Maschine mit der konventionellen Mulchsaat verglichen wird.

Weitere Informationen zu diesen beiden Verfahren finden Sie im Video.

Aktualisiert am: 10.05.2013 13:52
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