Erntezeit in Oberösterreich

In Oberösterreich dürfte die heurige Getreideernte mit rund 1,16 Mio. t um 4% kleiner ausfallen als im Vorjahr. Bei Winterweizen werden laut Landwirtschaftskammer Zuwächse von 6,7% erwartet, bei Wintergerste von 4%, bei Triticale von 1%.
Die Getreideernte fällt in Oberösterreich trotz schlechter Witterungsverhältnisse passabel aus.
Die Getreideernte fällt in Oberösterreich trotz schlechter Witterungsverhältnisse passabel aus.
Bei der Wintergerste liegt die Bandbreite jetzt zwischen 4.500 bis 7.000 kg pro ha. Das Preisniveau liegt laut Landwirtschaftskammer derzeit bei 100 bis 115 Euro pro t inkl. Mehrwertsteuer. Die früh geernteten Weizenbestände wiesen überraschend gute Qualitäten auf. Die Erträge liegen bei ca. 6.500 kg im Durchschnitt, bei einem Preis von 150 Euro pro t Mahlweizen. Die Winterroggenernte wird bisher als gut beschrieben, die Erträge liegen im mittleren Bereich bei zirka 4.500 kg pro ha. Triticale wird ausschließlich als Futtergetreide verwendet. Die Hektarerträge liegen bei etwa 5.500 kg. Gebietsweise gibt es schon starke Auswuchsschäden. Bei Sommergerste und Hafer waren die Anbauflächen zuletzt stark rückläufig. Es wird mit Erträgen von 4.000 bis 4.500 kg pro ha gerechnet. Die Ernte beim Raps fiel respektabel aus, auch die Preise passen gut. Bei Mais und Sojabohne ist es für Prognosen noch zu früh, da die Bestandsentwicklungen sehr unterschiedlich sind.

Zufriedenstellende Ernte-Erträge
Die Erträge im oberösterreichischen Grünland sind heuer grundsätzlich zufriedenstellend, so die Landwirtschaftskammer. Die Hitze im Juli hat lediglich auf den sehr leichten Böden mit Südexposition zu Ertragsausfällen geführt. Witterungsbedingt war die Qualität des ersten Schnittes nicht erfreulich. Für die Jahreserntemenge ist der erste Schnitt allerdings sehr wichtig. Im Obstbaubereich seien die Erntemengen bei Erdbeeren durchschnittlich und bei Steinobst zufrieden stellend gewesen. Die Tafelapfelernte sollte grundsätzlich gut ausfallen, während bei Mostobst die Menge heuer deutlich unter dem langjährigen Wert von zirka 50.000 t liegen dürfte. Der Gemüsebau sei heuer von den sintflutartigen Regenfällen im Juni am meisten in Mitleidenschaft gezogen worden. Totalverluste bei Kartoffeln und Frischgemüse wie Salat und Kohlgewächsen seien die Folge gewesen. Darüber hinaus sei die Ernte bei den für Oberösterreich wichtigen Einlegegurken massiv behindert worden. Insgesamt ist die Frischgemüse-Saison aber laut Krumphuber bis dato preislich zufrieden stellend verlaufen, weil es bei den wichtigsten Arten nie spürbare Übermengen am Markt gegeben hat.


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Aktualisiert am: 06.08.2010 09:10
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