Ernten und mulchen in einem Arbeitsgang

Nach der Maisernte müssen die Ernterückstände zerkleinert werden. Das senkt das Maiszünsler- und Fusariumrisiko. Viele Maisstoppeln werden bei der Ernte niedergefahren und vom Mulcher nicht erreicht. Lohnunternehmer Rudolf Westermeier hat eine Lösung. Er erntet und mulcht in einem Arbeitsgang.
Rudolf Westermeier erntet und mulcht in einem Arbeitsgang.
Rudolf Westermeier erntet und mulcht in einem Arbeitsgang.
Das Zerkleinern der Erntereste birgt mehrere Vorteile. Die Raupe des Maiszünslers überwintert in den Reststängeln der Maispflanzen. Werden diese Reststängel zerkleinert, so wird der Zyklus des Maiszünslers empfindlich gestört. Außerdem vergrößert sich somit die Oberfläche der Erntereste und die Mikroorganismen im Boden können verstärkt aktiv werden. Auf diese Weise wird die Strohrotte beschleunigt. Ein dritter Vorteil liegt in der Fusariumbekämpfung. Das saubere Unterpflügen kann das Problem lösen. Es bleiben weniger Erntereste an der Oberfläche, wenn diese vorher zerkleinert worden sind.

Problem niedergefahrene Stoppeln
In maisintensiven Regionen hat sich das Mulchen mittlerweile zu einer Standardmaßnahme nach der Maisernte entwickelt. Bereits bei der Ernte werden aber viele Maisstoppeln niedergefahren. Diese können vom Mulcher nicht mehr zerkleinert werden. Alleine der Mähdrescher mit sechsreihigem Pflücker fährt zwei von sechs Reihen nieder und durch die Abfuhr des Ernteguts werden weitere Maisstoppeln in den Boden gedrückt.

Leistungsproblem durch Mulcher
Der Mähdrescher zerkleinert mit seinen angebauten Mulchgeräten  gleichzeitig die Maisstoppeln auf dem Feld.
Der Mähdrescher zerkleinert mit seinen angebauten Mulchgeräten gleichzeitig die Maisstoppeln auf dem Feld.
Lohnunternehmer Rudolf Westermeier aus Polling im Landkreis Altötting (Bayern) hat das Problem schon vor elf Jahren erkannt und damals drei Mulchgeräte an seinen Mähdrescher angebaut. „Damals hatte ich einen Lexon 450 mit 280 PS. Bei schweren Maisbeständen war der Mähdrescher leistungsmäßig überfordert, wenn ich den Mulcher zuschaltete.“ Dieses Leistungsproblem hat der Lohnunternehmer heute nicht mehr. Mittlerweile erntet er mit zwei stärkeren Mähdreschern, einem Lexon 550 mit 330 PS und einem Lexon 670 mit über 400 PS.

Wie das Mulchen währende der Ernte genau funktioniert, wie hoch die Kosten sind und ob der Erfolg zufriedenstellend ist, erfahren Sie im LANDWIRT in der Ausgabe 22.

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Autor: Roman Goldberger
Aktualisiert am: 05.11.2013 10:41

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