Erntedruck am Maismarkt

Die derzeit ablaufende Maisernte drückt die Kurse an den Warenterminbörsen. Das hat auch Auswirkungen auf den Kassamarkt.
Der Erntedruck sorgt bei Mais für eine leichte Abwärtsbewegung an der Euronext.
Der Erntedruck sorgt bei Mais für eine leichte Abwärtsbewegung an der Euronext.
Neben dem saisonal üblichen Erntedruck aus Europa ist auch die US-Maisernte für den Druck an den Warenterminbörsen verantwortlich. Laut Marktanalysten soll diese besser ausfallen als erwartet worden ist. So sinkt der Maiskurs an der EURONEXT in Paris seit einem Monat leicht aber kontinuierlich von 255,25 Euro am 7. September auf zwischenzeitlich 237 Euro (3. Oktober). Der Schlusskurs vom 9. Oktober zeigte mit 240,75 Euro wieder eine leichte Aufwärtstendenz.

Die Preisentwicklung am Kassamarkt ist ungewiss, weil wenig Bewegung. Zum einen sollen die Verarbeiter dem Vernehmen nach bis Jahresende gut mit Ware eingedeckt sein. Zum anderen halten sich Verkäufer unter den derzeitigen Bedingungen zurück. In den maisintensiven Gebieten Österreichs ist derzeit von Abgabepreisen für Mais in der Höhe von 200 bis 225 Euro (netto) pro Tonne zu hören. Gut möglich, dass sich daran in den nächsten Wochen nichts Weltbewegendes ändert.

Die Weizenkurse konnten sich hingegen in den letzten Wochen und Monaten auf hohem Niveau halten. Ein Grund dafür könnte die knappe US-Weizenbilanz sein. Außerdem ist von Trockenheit in den Hauptanbaugebieten Australiens zu hören. Es wird davon ausgegangen, dass der Weizenexport spürbar zurückgenommen werden muss. Aktuell wird Weizen mit geringer Qualität (Futter-, Mahlweizen) etwa 10 Euro pro Tonne über Mais gehandelt.

Aktualisiert am: 10.10.2012 08:29
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