Ernteaussichten verdorren in Hitze oder zerrinnen im Regen

Österreich wie weltweite Top-Produzenten und Exporteure betroffen, daher kommt es zur Rallye der Preise.
Hitze und Regen sind Ursache für geringere Getreideernte
Hitze und Regen sind Ursache für geringere Getreideernte
Die ursprünglich optimistischen Aussichten für die Getreideernte 2010 verdorren entweder mit jedem weiteren Hitzetag oder zerrinnen mit jedem weiteren Starkregen und Gewittersturm. Mit diesen Problemen ist der gesamte eurasische Raum mit globalen Top-Getreideanbau- und Exportregionen wie die EU - und hier natürlich auch Österreich -, Russland, Ukraine oder Kasachstan betroffen. Praktisch täglich nach unten revidierte Ernteprognosen machen die Märkte nervös und beschleunigten die seit Wochen rollende Rallye der Getreidenotierungen an den internationalen Warenterminbörsen auf ein zuletzt rasantes Tempo. Beispielsweise schnalzte am Donnerstag vorriger Woche den 15.07.2010 der als Benchmark für die Bewertung der Ernte 2010 geltende europäische Weizenfutures für den Liefertermin November 2010 an der Pariser Liffe Nyse Euronext im Tagesabstand um mehr als 6% auf EUR 176,75 pro t in die Höhe. Die europäische Leitnotierung für Weizen erreichte damit ein 22 Monate-Hoch und stieg im Monatsabstand um 27,4% an.

Die dramatischen Wetterkapriolen, Revisionen der internationalen Ernteschätzungen und auch enttäuschende heimische Druschergebnisse sowie die Bocksprünge der Notierungen an den internationalen Terminbörsen lassen die Teilnehmer des heimischen Kassamarktes am Spielfeldrand in Abwartehaltung verharren. Es wird praktisch keine Ware gehandelt


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Aktualisiert am: 19.07.2010 11:06
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