Ernte besser als erwartet

Wetterkapriolen bestimmen zunehmend den internationalen Getreidemarkt. Die extreme Trockenheit in der ersten Jahreshälfte hat der Landwirtschaft stark zugesetzt. Aufgrund der ungünstigen Witterung im Frühjahr bestand Gefahr, dass bis zur Hälfte der Getreideernte ausfallen könnte. Durch den Regen in den vergangenen Wochen verzeichnen viele Regionen dennoch ein zufriedenstellendes Ernteergebnis.
Gemildert wird die Situation der Landwirte zudem durch bessere Preise. Damit haben die Bauern erstmals seit langem die Möglichkeit, unter fairen Rahmenbedingungen Nahrungsmittel zu erzeugen. Der globale Getreidemarkt wird immer stärker von Wetterextremen bestimmt.

Das erste Halbjahr 2007 war extrem trocken und hatte praktisch keine Niederschläge, besonders betroffen davon waren die Monate April und Mai. Dennoch werden viele heimische Landwirte heuer ein zufriedenstellendes Ernteergebnis von den Feldern einfahren: hatte man im Zeitraum April und Mai noch Ernteinbußen zwischen 30 und 50 Prozent befürchtet, so hat sich die Situation in den vergangenen Woche deutlich stabilisiert. .Österreich ist bei der Ernte mit einem blauen Auge davongekommen., betont Felix Montecuccoli, Präsident der Land&Forst Betriebe Österreich.

Wir erwarten ein Minus von zehn Prozent im Vergleich zu einem normalen Jahr. Bei Getreide werden etwa 200.000 Tonnen weniger geerntet werden. Für viele Regionen kam der lang ersehnte Regen noch im letzten Augenblick. Gleichzeitig lassen die steigenden Preise auf ein positives Ergebnis hoffen. Zwar blieben die Hektarerträge in manchen Regionen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Jedoch werden diese oft schwachen Erträge durch die stabile, hohe Preisentwicklung der vergangenen Wochen teilweise ausgeglichen. Wie die Maisernte ausgehen wird, ist noch offen: diese Pflanzen haben vor allem im Osten unter der Hitze gelitten.


Aktualisiert am: 02.08.2007 08:53

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