Erholung auf den Exportmärkten für Zuchtrinder

Nachdem 2009 der Exportmarkt stark eingebrochen ist, kann man heuer wieder aufatmen. Vor allem die Exporte in Drittländer haben stark angezogen, mit Ausnahme von Russland. Hier ist die Zahl an exportierten Rindern um fast das 10-fache zurückgegangen.
Die Zuchtrinderexporte haben wieder zugenommen - hier die Zahlen für die einzelnen Länder in Prozent.
Die Zuchtrinderexporte haben wieder zugenommen - hier die Zahlen für die einzelnen Länder in Prozent.
Nach dem massiven Exporteinbruch im Jahr 2009 - die Zuchtrinderexporte verringerten sich um ein Drittel auf 16.200 Stück - ist für heuer wieder Optimismus zu spüren. Nach aktuellen Auswertungen wurden im ersten Halbjahr 2010 insgesamt 8.780 Zuchtrinder, um 6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, exportiert. Davon rund 6.400 Tiere der Rasse Fleckvieh, 1.300 Stück Braunvieh, 750 Zuchttiere der Rasse Holstein, knapp 200 Stk. Grauvieh, etwa 100 Pinzgauertiere sowie 30 Fleischrinder.

Drittlandexporte um 30% höher
Wurden im 1. Halbjahr 2009 nur 40 Prozent außerhalb der EU verkauft, so waren es in der ersten Hälfte dieses Jahres 70 Prozent der exportierten Tiere, die von Drittländern angekauft wurden. Starke Zuwächse verzeichneten die Drittländer Algerien mit 3.848 exportierten Tieren sowie Marokko mit 860 Stk. und Tunesien mit 300 vermarkteten Tieren. Innerhalb der Europäischen Union ist nachwievor Italien mit 2.350 gelieferten Tieren der mit Abstand stärkste Abnehmer, allerdings mit einem Rückgang von knapp 50 Prozent.

Russlandexporte stark zurückgegangen
Enorme Schwierigkeiten bereitete der Exportmarkt Russland mit den stärksten Rückgängen. Hier konnten lediglich 154 Tiere vermarktet werden, im 1. Halbjahr 2009 waren es immerhin 1.700 Zuchttiere. „Wir erwarten eine starke Nachfrage im kommenden Herbst. Eine positive Auswirkung auf die Zuchtrinderpreise ist bereits spürbar“, so Mag. Franz Sturmlechner, Geschäftsführer der ZAR.

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Aktualisiert am: 30.08.2010 20:04
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