Erholung am Getreidemarkt - aber wie lange?

Seit zwei Wochen ist an den hiesigen Getreidemärkten ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Ob es sich dabei um einen nachhaltigen Aufschwung handelt, bleibt offen. Marktexperten sind skeptisch.
Gegenüber der Vorwoche konnte Weizen an der Euronext in Paris um 6,50 Euro und Mais um 3,75 Euro zulegen.
Gegenüber der Vorwoche konnte Weizen an der Euronext in Paris um 6,50 Euro und Mais um 3,75 Euro zulegen.
Durchwegs im Plus zeigten sich die Schlusskurse der abgelaufenen Woche. Gegenüber der Vorwoche konnte Weizen an der Euronext in Paris um 6,50 Euro und Mais um 3,75 Euro zulegen. Der Rapskurs landete am Freitag sogar um 12 Euro höher als in der Vorwoche. Der Hauptgrund dürfte in der Euroschwäche liegen, der den Export erleichtert. So sollten EU-Offerte für den Export in den nordafrikanischen Raum den Zuschlag erhalten haben.

Höhere Preise am Kassamarkt
Am Kassamarkt hat dieser Trend nun auch zu Preisaufschlägen geführt. Generell ist aber der Getreidemarkt von Zurückhaltung geprägt. Mühlen benötigen für Mehlgeschäfte in den Monaten April bis Juli noch Rohware. Dem Vernehmen nach blieb es aber meist nur bei Anfragen. Für die kommende Getreideernte werden kaum Kontrakte geschlossen. Die positiven Ernteprognosen geben Verarbeitern keine Veranlassung zu frühzeitigen Käufen. Gleichzeitig sind die Gebote den Anbietern zu niedrig.

Russland erwartet höhere Getreideernte
Russland erwartet eine Getreideernte von etwa 95 Mio. t. Dies gab das russische Agrarministerium in seiner jüngsten Schätzung bekannt. In 2012 konnten wegen der anhaltenden Trockenheit im Sommer nur 71 Mio. t Getreide eingefahren werden. Allein an Weizen sollen in diesem Jahr zwischen 40 und 50 Mio. t geerntet werden. Im Vorjahr waren es 37,72 Mio. t.

Aktualisiert am: 23.03.2013 10:03
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