Erhöhte Zellzahl und Mastitis

Im zweiten Teil der in der letzten Ausgabe begonnenen ÖAG-Beilage Nr. 6/2007 informieren wir Sie über mögliche Vorsorgemaßnahmen, Heilungschancen einer Mastitis, alternative Behandlungsmethoden, Hygienemaßnahmen, Aufgaben des Tierarztes und wir stellen Ihnen ein Sanierungskonzept vor.
Zur Reinigung vor dem Melken ist für jede Kuh ein frisches Reinigungstuch zu verwenden, trocken ist besser als feucht. Zur Euterreinigung setzt sich auch mehr und mehr Holzwolle durch.
Zur Reinigung vor dem Melken ist für jede Kuh ein frisches Reinigungstuch zu verwenden, trocken ist besser als feucht. Zur Euterreinigung setzt sich auch mehr und mehr Holzwolle durch.
Hygieneprogramme sind notwendig, um gezielt gegen die Erregerverbreitung im Bestand vorgehen zu können. Durch optimale Melkhygiene können Ausbreitung und auch Vermehrung von Mastitiserregern im Bestand deutlich verringert werden. Die Hygienemaßnahmen müssen auf die jeweilige Eutergesundheitssituation, auf den Infektionsdruck in der Herde und auf die betrieblichen Gegebenheiten abgestimmt werden.

Stärkung der Zitzenabwehr und Verhinderung der Keimeinwanderung
Gepflegte und geschmeidige Zitzen, insbesondere eine völlig intakte Strichkanalmündung, bilden eine wichtige Barriere gegen das Eindringen von Mastitiserregern. Wichtig ist hier die Vermeidung von Blindmelken. Die zur Euterhygiene verwendeten Präparate sollen auch hautpflegende Zusätze zur Erhaltung der Zitzenkondition enthalten.

Haltungsbedingungen und Stallhygiene
Die Haltungsbedingungen und hygienischen Umweltbedingungen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Eutergesundheit. Je schmutziger und je keimreicher die Umgebung ist, desto höher ist der Infektionsdruck und umso leichter treten Infektionen des Euters auf. Überbelegungen und Platzmangel, zu geringe Standmaße, Zitzenverletzungen (die vor allem bei Kühen in Anbindehaltung auftreten), schlechtes Stallklima, insbesondere zu hohe Luftfeuchtigkeit, stark verschmutzte Liegeflächen und zu wenig frische Einstreu im Euterbereich oder etwa die fehlende Trennung der trockenstehenden von den laktierenden Kühen stellen die in der Praxis am häufigsten beobachteten Schwachstellen dar.
Durch Verbesserung dieser zumeist managementbedingten Mängel wird der Forderung nach entsprechendem Kuhkomfort Rechnung getragen und somit die Basis für eine eutergesunde Milchviehherde geschaffen.

Alternativmedizinische Behandlungsmöglichkeiten
Alternative Therapiemethoden gewinnen in den letzen Jahren an Stellenwert. Das Spektrum dieser Methoden ist groß. Am häufigsten werden die äußerliche Anwendung von Heilpflanzen (Phytotherapie) und die Homöopathie angewendet.
Um Homöopathie erfolgreich einsetzen zu können, muss sich der Anwender mit den Besonderheiten dieser Therapieform auseinandersetzen. Es ist eine Regulationstherapie, die vor allem energetisch (Hochpotenzen) und nicht stofflich wirkt. Die Herangehensweise an den Patient unterscheidet sich grundlegend von der Schulmedizin.


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Aktualisiert am: 25.06.2007 11:07
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