Erfolgreicher Rapsanbau

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Der Grundstein für den Erfolg beim Rapsanbau wird im Herbst gelegt. Das Ziel sollte sein, dass der Raps vor dem Winter 6 bis 8 Blätter ausbildet und einen Wurzelhalsdurchmesser von mindestens 8 bis 10 mm erreicht. Dabei gilt es im Herbst gezielt Maßnahmen zu setzen und den Raps von Beginn an vor Schädlingen zu schützen.
Erfolgreicher Rapsanbau ©_Shutterstock/Paula.K.Kalnina
Erfolgreicher Rapsanbau ©_Shutterstock/Paula.K.Kalnina
Nach erfolgter Aussaat sollte man zu Beginn vor allem das Auftreten von Schnecken beobachten. Begünstigt wird dies vor allem durch eine feuchte Witterung, jedoch können Schnecken auch bei trockenem Wetter Schäden anrichten. Wichtig ist, dass an mehreren Stellen im Feld kontrolliert wird, denn Schnecken können ebenfalls von Feldrändern zuwandern. Ist eine Behandlung notwendig empfiehlt sich der Einsatz von 3 kg / ha Delicia® Schnecken-Linsen (Reg. Nr.: 3134). Delicia® Schnecken-Linsen zeichnen sich durch eine hohe Lockwirkung, eine gute Regenfestigkeit und eine gute Wirksamkeit gegen Schnecken aus.

Erdflöhe kontrollieren

Ab dem Auflaufen des Rapses sollte mittels Gelbschalen an mehrere Stellen am Feld das Vorkommen von Rapserdflöhen kontrolliert werden.
Die Schadschwellen für eine Bekämpfung sind:
  • Vom Auflaufen bis zum 4-Blattstadium: Es dürfen max. 10 % der Blattfläche durch Käferfraß zerstört werden.
  • Vom 4- bis zum 6-Blattstadium: Es dürfen max. 25 bis 35 Käfer pro Gelbschale innerhalb von drei Wochen gefangen werden.

Wird die Schadschwelle überschritten, sollte eine Behandlung mit Bulldock® (Reg. Nr.: 2927) erfolgen. Bulldock® besitzt eine Kontakt- und Fraßwirkung und wirkt sicher gegen die Schadinsekten. Auch nach einer erfolgten Behandlung sollte auf das Auftreten von Schadinsekten weiter geachtet werden.

Wachstumsregler einsetzen

In den letzten Jahren herrschten oft günstige Bedingungen für die Entwicklung des Rapses im Herbst. Zum einen soll der Raps im Herbst 6 bis 8 Blätter bilden und einen Wurzelhalsdurchmesser von 8 bis 10 mm erreichen, zum anderen sollte Raps nicht überwachsen, damit er ausreichende Winterfestigkeit besitzt. Daher ist eine gezielte Wachstumsreglermaßnahme oft sinnvoll, um ein Überwachsen zu verhindern und den Raps im Längenwachstum zu bremsen.

Als Grundregel gilt: Ein gezielter Fungizideinsatz im Herbst ab dem 4-Blattstadium des Rapses ist eine wichtige Maßnahme. Nur in Ausnahmefällen bzw. bei einem direkten Befall mit Phoma-Wurzelhals- und Stängelfäule macht eine Behandlung vor dem 4-Blattstadium Sinn.
Der Einsatz wachstumsregulatorisch wirkender Fungizide, wie das Mystic® 250 EW (Reg. Nr.: 3644) mit dem Wirkstoff Tebuconazol führt dazu, dass der Raps in seinem Längenwachstum eingebremst wird und das Risiko von Frostschäden bzw. einer Auswinterung reduziert wird. Dabei wird die Entwicklung der Pflanze in das Dickenwachstum des Sprosses verlagert und das Wurzelwachstum gezielt gefördert. Zudem erreicht man mit der Behandlung einen wertvollen Schutz gegen die Wurzelhals- und Stängelfäule, die ihren Ausgang im Herbst auf der Blattoberfläche nimmt.

Ungräser im Herbst ausschalten

Im Raps lassen sich Ungräser und Ausfallgetreide kostengünstig und einfach mit der Anwendung von 1,0 Liter pro Hektar Fusilade® Max ausschalten. Fusilade® Max überzeugt durch höchste Kulturverträglichkeit und wirkt sicher gegen Ungräser. Schalten Sie die Ungräser im Herbst aus! Die Bekämpfung der Ungräser und des Ausfallgetreides lässt sich gut mit einer Fungizid- oder Insektizidanwendung kombinieren.

Weitere Informationen zum Produkt finden Sie unter: bester Schutz für Ihren Raps im Herbst!

Weitere Pflanzenschutz-Tipps von Nufarm:
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2. Tipp: Welche Bedeutung hat der Wachstumsreglereinsatz im Getreidebau?.
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Autor: Petra Herler
Aktualisiert am: 08.08.2018 14:46
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