Erfolgreiche Arbeitsbilanz der ZAR

In einem Bilanzgespräch zeigte sich ZAR-Obmann Anton Wagner erfreut über die positive Entwicklung der Zuchtrinderexporte. Für das Jahr 2012 sind Forschungsprogramme und Fortbildungsmaßnahmen geplant.
ZAR-Obmann Anton Wagner: "Die aktuelle Exportentwicklung spricht für Österreichs Rinderzüchter, heuer wird ein neuer Rekord an Zuchttierausfuhren erreicht."
ZAR-Obmann Anton Wagner: "Die aktuelle Exportentwicklung spricht für Österreichs Rinderzüchter, heuer wird ein neuer Rekord an Zuchttierausfuhren erreicht."
"Das zu Ende gehende Jahr 2011 ist für die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) wieder Anlass, für die gute Zusammenarbeit mit dem Lebensministerium sowie den gesetzlichen und politischen Interessenvertretungen herzlich zu danken ", stellte ZAR-Obmann Anton Wagner gegenüber aiz.info in einem Bilanzgespräch fest. Erfreut zeigte sich Wagner unter anderem über die positive Entwicklung der Zuchtrinderexporte. Die zufriedenstellende Exportentwicklung im abgelaufenen Jahr ist laut Wagner darauf zurückzuführen, dass die heimische Rinderwirtschaft insgesamt und der Zuchtsektor im Besonderen im Jahre 2011 keinen einzigen Fall von Blauzungenkrankheit zu beklagen hatte. Dies war vor allem entscheidend für die ausgezeichnete Exportentwicklung in die Türkei. Anhand der Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2011 ist dieses Land mittlerweile mit mehr als 63% Anteil an den Zuchtrinderausfuhren beziehungsweise 12.400 Zuchttieren der aktuell bedeutendste Markt für den heimischen Absatz in diesem Bereich. Mit einem Anteil von 15% (3.000 Stück) folgen die Länder Italien und Algerien mit 8% oder 1.540 Stück. "Die aktuelle Exportentwicklung spricht für Österreichs Rinderzüchter, heuer wird ein neuer Rekord an Zuchttierausfuhren erreicht ", freut sich der ZAR-Obmann.

Bildungsprojekte für Rinderzüchter wichtig
"Bildung sichert den Wissensvorsprung, sie ist eine Investition in die Zukunft und sorgt für Nachhaltigkeit ", erklärte Geschäftsführer Franz Sturmlechner und teilte mit, dass die ZAR als zweites Unternehmen Österreichs die Zertifizierung als Lerndienstleister nach der internationalen ISO-Norm 29990 umgesetzt hat. Auf einer international anerkannten Rechtsgrundlage können so der Züchterjugend, den Funktionären und Rinderzüchtern sowie den Mitarbeitern der Verbände maßgeschneiderte Fortbildungsmaßnahmen angeboten werden. "Mit dem LKV-Herdenmanagement wurden einschließlich Gesundheitsmonitoring bei 488 Veranstaltungen 9.122 Teilnehmer informiert und geschult ", berichtete Sturmlechner. Die Bildungsoffensive soll die Züchter für die Umsetzung eines modernen Anpaarungsprogrammes bei ihren Herden motivieren. Spezielle Weiterbildungsmodule werden auch für Funktionäre und Meinungsbildner der Rinderwirtschaft angeboten. Mit 1.400 Seminarteilnahmen und über 120 Absolventen hat das Ausbildungsprogramm des Jungzüchterprofis die Erwartungen bei Weitem übertroffen.

Neue Projekte im neuen Jahr
In Zusammenarbeit mit der Vetmeduni Wien wird aktuell der Antrag für das sogenannte K-Projekt (Kompetenz und Exzellenz) ausgearbeitet. In enger Zusammenarbeit mit Wirtschaftspartnern aus der Milchverarbeitung, der Fütterung und der Tiermedizin soll die Qualitätssicherung entlang der Lebensmittelkette weiter verbessert und entwickelt werden. Hauptziel der Rinderzucht als Projektpartner bildet die Integration der zahlreichen bereits bestehenden Qualitätsanforderungen in der Milchproduktion in eine betriebsindividuelle Tiergesundheitsstrategie, die den Züchter besser im Management unterstützen und die Kontrollanforderungen zusammenfassen soll. Die ZAR hat sich am Diskussionsprozess über die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) auf der Grundlage der EU-Legislativvorschläge konstruktiv beteiligt und dabei auch die Forderungen der Jungzüchterorganisation nach verlässlichen Rahmenbedingungen und Perspektiven für künftige Hofübernehmer berücksichtigt. Der Masterplan zur Weiterentwicklung der Rinderwirtschaft und für eine nachhaltige Verankerung in der GAP wird im kommenden Jahr mit Nachdruck gefordert ", erklärte ZAR-Obmann Wagner und strich abschließend die Schwerpunkte der Arbeit 2012 hervor. Diese umfassen vor allem ein offensives Zuchtviehmarketing auf wichtigen Auslandsmessen, die Erhaltung der Rassenvielfalt sowie der Biodiversität als regionales Schaufenster für die Kulturlandschaft. (aiz)


Aktualisiert am: 15.12.2011 17:50
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