Erdbeeranbaufläche geht stark zurück

Zunehmende Konkurrenz, hohe Produktionskosten und der Klimawandel zwingen die Bauern zur Aufgabe der Erdbeerproduktion.
Erdbeeren sind beliebt bei Alt und Jung, doch die Anbauflächen gehen zurück.
Erdbeeren sind beliebt bei Alt und Jung, doch die Anbauflächen gehen zurück.
In diesen Wochen werden über zwei Millionen Kilo frische steirische Erdbeeren gepflückt, doch die Anbauflächen gehen zurück. Folgende Gründe sind dafür verantwortlich:

Erdbeeren sind inzwischen das ganze Jahr, aufgrund von Exportförderungen, auch zu erschwinglichen Preisen erhältlich. Während des Frühjahres werden somit die Erdbeeren immer billiger bis zum Erntebeginn der heimischen Ware die preisliche Talsohle erreicht ist. Dazu kommen die stark gestiegenen Kosten für Pachtflächen, Treibstoffe, Pflanzmaterial, Dünge- und Pflanzenschutzmittel wurden zuletzt auch noch die Einheitswertzuschläge erhöht.

Auch zu wenige Erntehelfer sind Grund für die zurückgehenden Anbauflächen. Aufgrund politischer Hürden sind zu wenige Erntehelfer verfügbar, welche durch bürokratische Schikanen nicht flexibel eingesetzt werden dürfen. Da nur noch Erntehelfer aus EU-Ländern beschäftigt werden dürfen, ist das Lohnniveau stark gestiegen.

Und nicht zuletzt der Klimawandel. Besonders die sensiblen Erdbeerpflanzen und -früchte sind für Hitzeperioden und den damit verbundenen Trockenstress sehr empfindlich. Durch immer wärmer werdende Winter steigt außerdem der Krankheits- und Schädlingsdruck in den Anlagen.

Erdbeeren sind gesund
Sie enthalten mehr Vitamin-C als Orangen, weiters die Vitamine B1 und B2, sowie viele Mineralstoffe und Fruchtsäuren. Der hohe diätetische Wert und die blutbildende und -reinigende Wirkung machen frische Erdbeeren zu den Schlankmachern im Frühsommer. Bereits etwa 150 Gramm, oder fünf große Erdbeeren, decken den täglichen Bedarf an Vitamin C eines Erwachsenen. Dabei haben die Erdbeeren nur 37 Kilokalorien (155 Joule)!


Aktualisiert am: 26.05.2009 10:18
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