Entspannter Schweinemarkt in Europa

Der EU-Schweinemarkt zeigt diese Woche ein uneinheitliches Bild, die Notierungen weisen aber insgesamt eine weitgehend stabile Tendenz auf. Ein kleines Minus in Dänemark, Großbritannien und Schweden einerseits und ein kleines Plus in Deutschland und Frankreich halten sich die Waage. In Österreich bleibt die Notierung unverändert.
Stabiles Wetter könnte am österreichischen Markt noch viel zur Preisverbesserung beitragen.
Stabiles Wetter könnte am österreichischen Markt noch viel zur Preisverbesserung beitragen.
Quer durch die EU wird von einem gar nicht so kleinen Angebot gesprochen, das aber vom Fleischmarkt aufgenommen wird. Während Deutschland in die Urlaubsdestinationen nach Südeuropa zumindest Industriefleisch gut vermarkten kann, hat Dänemark wieder einmal mit dem harten Eurokurs im globalen Geschäft zu kämpfen. Am österreichischen Schweinemarkt herrschen derzeit ausgewogene Verhältnisse. Fettes Industriefleisch von Bauch und Schulter lassen sich zurzeit sehr gut verkaufen. Grillartikel vom Karree sind ebenfalls gefragt, Schlögl gelten als unverkäuflich. Diese gefriere man lieber ein, bevor man sie in Italien halb verschenke, heißt es dazu von einem Versandschlachtunternehmen. Trotzdem konnte das auf gutem Durchschnittsniveau liegende frische Angebot reibungslos disponiert werden, was in der Konsequenz zu einer Preisfixierung auf Vorwochenniveau führte. Der Mastschweine-Notierungspreis der Schweinebörse bleibt somit unverändert bei 1,50 € (Berechnungsbasis: 1,40 € je kg).
Die weitere Markttendenz sieht man bei der Schweinebörse entspannt: Das in den letzten Wochen um 1 bis 2 kg gesunkene Schlachtgewicht bestätige einen insgesamt aufgeräumten Markt, wird betont. Da sich die Verbraucher heuer noch keinesfalls "sattgegrillt" hätten, könnte stabiles Wetter noch einiges zu einer Preisverbesserung beitragen.


Aktualisiert am: 10.08.2011 07:44
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