Entkoppelung Milchprämie – Diskussion zur Kompression

Die Milchprämie wird mit 1. April 2007 in die Einheitliche Betriebsprämie eingerechnet. Derzeit werden Vorteile bzw. Nachteile einer möglichen Kompression diskutiert.
Durch die Einrechnung der Milchprämie erhöht sich der Wert des Zahlungsanspruches pro Hektar und damit die Einheitliche Betriebsprämie. Die Milchprämie wird als solche ab diesem Zeitpunkt nicht mehr extra ausgewiesen
Durch die Einrechnung der Milchprämie erhöht sich der Wert des Zahlungsanspruches pro Hektar und damit die Einheitliche Betriebsprämie. Die Milchprämie wird als solche ab diesem Zeitpunkt nicht mehr extra ausgewiesen
Bei der Kompression können Zahlungsansprüche eines Betriebes im Falle einer Verringerung seiner verfügbaren Fläche auf weniger Fläche „komprimiert“ werden, zB wenn Flächen an den Verpächter zurückgegeben werden müssen. In diesem Fall werden alle ZA in die nationale Reserve gegeben und von dort unter Auflagen als Zahlungsansprüche aus der nationalen Reserve, als so genannte NRZA an die Betriebe weitergegeben. Nach EU-Recht können die Mitgliedsstaaten die nationale Reserve verwenden, um auf Grundlage objektiver Kriterien, der Gewährleistung der Gleichbehandlung der Landwirte und unter Vermeidung von Markt- und Wettbewerbsverzerrungen, „komprimierte“ Zahlungsansprüche den Betrieben zuzuweisen.

Diese Anpassungen können in Vorbereitung auf die Entkoppelung getroffen werden (bis 30. April 2007):
- Betriebe mit zuwenig beihilfefähiger Fläche: Zupachtung von Flächen ohne ZA mit dem Ziel die ZA in vollem Umfang nutzen zu können.
- Anpassung bestehender Pachtverträge im Jahr 2006, zB Vereinbarung von Rückgabemodalitäten von ZA inklusive Milchprämie und deren Wert nach Beendigung des neuen Pachtvertrages oder Neuregelung des Pachtvertrages bis 2013. Diese Anpassungen können auch im Hinblick auf die neue ÖPUL-Periode erfolgen.
- Übertragung von ZA an den Flächeneigentümer bzw. Folgebewirtschafter bei Pachtende.
- Verkauf von ZA ohne Fläche, wobei 50 % in die nationale Reserve verfallen (ab 2008 30 %).
- Rotation von Flächenbezogenen ZA: Mind. 1x in drei Jahren nutzen, um sie vor dem Verfall zu schützen.
- Endgültige, freiwillige Abtretung der ZA an die nationale Reserve.

Autor: DI Johannes FANKHAUSER, Landwirtschaftskammer Österreich, Wien


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Aktualisiert am: 04.08.2006 13:30
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