Entartet Naturschutz zur Kulturlandschaftsplage?

Schäden, die Zugvögel verursachen, werden nicht ausgeglichen. Mit zunehmendem Naturschutz vergrößern sich die Populationen und werden zum Problem für Landwirte.
Auf ihrem Weg Richtung Süden machen Zugvögel auch Rast in Deutschland. Gekeimtes Getreide fressen sie besonders gern.
Auf ihrem Weg Richtung Süden machen Zugvögel auch Rast in Deutschland. Gekeimtes Getreide fressen sie besonders gern.
Schuld ist wie so oft der Mensch selbst. Erst nachdem in Überschwemmungsgebieten Stauseen und Rückhaltebecken angelegt wurden, können Störche, Kraniche und Gänse an diesen Orten lange Rast halten. Diese künstlich entstandenen Ruheplätze locken jedes Jahr mehr Zugvögel an als im Jahr zuvor. Da, wo in den letzten Jahren keine Kraniche zu sichten waren wurden neue Futterplätze angelegt, damit Besuchergruppen die Vögel beobachten können.

Die Route der Vögel
Jedes Jahr fliegen sie ab Ende September bis Dezember in Richtung Süden. Auf ihrem Weg nach Frankreich, Spanien und Nordafrika ruhen tausenden Vögel in Brandenburg, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig- Holstein und Thüringen. Allein etwa 250.000 Kraniche ziehen jährlich auf der westeuropäischen Zugroute über Deutschland Österreich und die Schweiz hinweg in ihre Winter quartiere. In der Goldenen Aue in Sachsen-Anhalt konnten in manchen Jahren bis zu 40.000 Kraniche an einem Tag gezählt werden.

Mehr zu diesem Thema und was Sie gegen Schäden tun können erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe 3/13 des fortschrittlichen Landwirts.

Bildquelle: Ralf Luczyk/pixelio.de

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 21.01.2013 10:31
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