Ennstaler Almlammprojekt: Almlammfest mit super Stimmung

Mehr als 4.000 Steirer waren begeistert als der Wiener Schäfer Simon Winterling mit rund 850 Schafen und Lämmern ins Festgelände einzog.
Über ein gelungenes Almlammfest freuen sich die regionalen Verantwortlichen mit Vizepräsident Johann Resch (8.v.l.) und Wollkönigin Bianca I..
Über ein gelungenes Almlammfest freuen sich die regionalen Verantwortlichen mit Vizepräsident Johann Resch (8.v.l.) und Wollkönigin Bianca I..
Unter dem Geläute ihrer umgehängten Glöckchen und kräftigen määähhhhs führte der Schäfer Simon Winterling mit seinem „wichtigsten Mitarbeiter“, Boarder Collie „Skip“ rund 850 Schafe und Lämmer vom Hauser Kaibling talwärts ins Zielstadion (dort wo normalerweise die Schifahrer ihren Einkehrschwung machen).
Das Almlammfest bot auch kulinarische Höhepunkte. Die Bäuerinnen servierten Köstlichkeiten vom „Ennstaler Almlamm“ in allen Variationen, wie z. B das Ennstaler Almlammbratl.

Schafe für Landschaftspflege

Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Johann Resch hob hervor, dass die 3.400 steirischen Schafbauern mit ihren 85.000 Schafen und Lämmern hervorragende Arbeit als Landschaftspfleger leisten.
Das Almlammfest findet anlässlich des Ennstaler Almlämmerprojektes statt, bei dem mehr als 20 Schafbauern der Region insgesamt 950 Schafe während des Sommers auf dem Hauser Kaibling weiden und von Schäfer Simon Winterling mit seinem Hütehund betreut werden. „Wir wollen damit aufzeigen, wie wichtig eine gezielte Beweidung unserer Almflächen ist, welche zunehmend zuzuwachsen drohen und mit Schafen sehr gut zu bewirtschaften sind“, so Walter Schmiedhofer, Obmann des steirischen Schaf- & Ziegenzuchtverbandes. „Durch die Beweidung mit Schafen konnten die in der Vergangenheit neu angelegten Pistenflächen gut anwachsen und Erosion weitgehend verhindert werden“, so Hauser Kaibling Geschäftsführer Arthur Moser.
Die Schafherde wird insgesamt mehr als 1 Mio. kg wertvolles Gras, schmackhafte Almkräuter und Blätter von Sträuchern fressen. Damit leistet die Herde einen wesentlichen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft. „Wir ersparen uns rund 50 % der Pflegekosten im Sommer, es muss seltener mit schweren Maschinen und Geräten gearbeitet werden – sogar weniger Dünger wird benötigt“, schildert Arthur Moser, Geschäftsführer der Hauser Kaibling Seilbahn die Vorteile der Beweidung durch Schafe.

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Aktualisiert am: 30.07.2012 21:08
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