Engerlinge haben Ernteflächen befallen

Im heurigen Sommer haben in Salzburg vor allem in Unken, Bramberg und Goldegg Gartenlaubkäfer (auch als Junikäferengerlinge bezeichnet) auf zahlreichen Wiesen und Feldern Schäden angerichtet. Eine Reihe von Landwirten konnte ihre Flächen nicht mehr bewirtschaften. LR Sepp Eisl war vor Ort, um sich ein Bild von den Schäden zu machen.
Die Engerlinge haben in Teilen Salzburgs große Schäden hinterlassen.
Die Engerlinge haben in Teilen Salzburgs große Schäden hinterlassen.
Diese Schädlinge befallen die oberste Bodenschicht, zerstören die Wurzeln der Gräser und dadurch liegt der Graswuchs nur mehr locker auf dem Boden auf. "Somit ist eine normale Bewirtschaftung nicht mehr möglich. Die oberste Bodenschicht würde unter den Maschinen wegrutschen und das wäre vor allem in Hanglagen viel zu gefährlich. Darüber hinaus besteht auch die Gefahr, dass der Humus einfach weggeschwemmt wird und der gewohnte Grünlandbewuchs verschwindet. Übrig bleibt meist nur mehr offener, brauner Boden", beschreibt Landesrat Sepp Eisl die Folgen eines starken Engerlingbefalls auf Grünlandflächen.

Kammern informieren über Bekämpfung
Aufgrund dieser Entwicklung in einzelnen Gebieten werden die Bäuerinnen und Bauern bei der Schädlingsbekämpfung unterstützt. Für die biologische Bekämpfung der Engerlinge mittels Pilzgerste steht bis zum 30.9.2010 nur mehr ein kleiner Zeitraum zur Verfügung, deshalb werden die Bezirksbauernkammern am Montag sofort über die aktuelle Vorgehensweise informiert. Eine mechanische Bekämpfung ist auch länger möglich.

Anträge für Abgeltung nur noch bis 31.12.
Die Höhe der Entgeltsätze liegt für biologische und mechanische Bekämpfung bei rund 30 % der Gesamtkosten. Darüber hinaus werden auch die Nachsaat und der Einsatz von speziellen Maschinen gefördert. Die Anträge zur Abgeltung dieser außerordentlich hohen Aufwendungen müssen bis 31.12.2010 in der jeweiligen Bezirksbauernkammer eingebracht werden. Die Bodenschutzexperten der Bezirksbauernkammern und des Landes Salzburg stehen den Bäuerinnen und Bauern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Sie werden auch im kommenden Frühjahr die Situation im Land genau beobachten und mitunter ist eine weitere Schutzmaßnahme für das Grünland notwendig.

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Aktualisiert am: 27.09.2010 19:41
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