Energieholz vom Feld mit Weide und Pappel im Kurzumtrieb (KUP)

Mit Pappel und Weide können bis zu 20 t atro Biomasse pro Hektar vom Feld geerntete werden. Doch das geht nicht von selbst.
Die Umtriebszeit entschiedet über den Pflanzabstand der Stecklinge.
Die Umtriebszeit entschiedet über den Pflanzabstand der Stecklinge.
Pappel und Weide sind schnellwachsende Gehölze. Sie eignen sich für den Kurzumtrieb auf Ackerflächen. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass KUP extensive Kulturen sind, doch gerade im Anlagejahr erfordern sie ähnlich intensive Pflege und Bestandsführung wie Mais oder Rüben.

Welche Umtriebszeit?
Die Umtriebszeit entscheidet über den Pflanzverband. Für einen fünfjährigen Umtrieb werden etwa 1.500–1.900 Stecklinge bzw. Ruten ausgepflanzt. Beim zweijährigen Umtrieb verwendet man 14.000–16.000 Weidenstecklinge und 6.500–7.500 Pappelstecklinge. Weide und Pappel unterscheiden sich weniger von ihrem Ertagspotenzial, das bei Weide bei bis zu 20 t atro liegen kann, als durch ihre Standortansprüche.

Für den langen Umtrieb hat sich der Woodcracker von Wesstech bewährt. Im kurzen Umtrieb setzt der Claas Jaguar auf einen speziellen Biomassevorsatz.
Für den langen Umtrieb hat sich der Woodcracker von Wesstech bewährt. Im kurzen Umtrieb setzt der Claas Jaguar auf einen speziellen Biomassevorsatz.
Der Umtrieb entscheidet über das Ernteverfahren
Eine Herausforderung stellt nach wie vor die Ernte dar. Für den kurzen Umtrieb hat sich mittlerweile der Vollernter etabliert. Probleme bereitet hier der hohe Wassergehalt des Häckselgutes von 50–60 %.
Wird die Umtriebszeit länger, stehen nur mehr die Ernte per Hand oder mit Harvester und Forwader zur Auswahl.

Mehr über rationelle Ernteverfahren, Rekultivierung sowie Pflanzenschutz und Neuese rund um die Biomasseverfeuerung erfahren Sie beim Energieholz Feldtag 2012 in der Steiermark.


Autor:
Aktualisiert am: 06.11.2012 20:27
 
Landwirt.com Händler Landwirt.com User